Grüne in Rheinland-Pfalz starten mit neuer Führung aus der Opposition durch
Adriana HaufferGrüne in Rheinland-Pfalz starten mit neuer Führung aus der Opposition durch
Die Grünen in Rheinland-Pfalz haben bei der Wahl im März mit 7,9 Prozent der Stimmen zehn Sitze im neuen Landtag gesichert. Das Ergebnis beendet ihre 15-jährige Regierungsbeteiligung und lässt die Partei künftig in der Opposition. Die Parteiführung hat nun ihre Pläne für die kommenden Jahre vorgestellt.
Auf einem Landesparteitag wählten die Grünen nach der Wahl eine neue Führungsspitze. Katrin Eder wurde zur Fraktionsvorsitzenden in Mainz gewählt und zeigte sich stolz über das Ergebnis. Sie betonte, die Partei habe ihre Verluste begrenzen können und werde die Landesregierung nun aus der Opposition heraus vorantreiben.
Die Partei bestellte zudem zwei neue Co-Vorsitzende und hielt damit an ihrer Tradition der Doppelspitze fest. Carolin Cloos aus Worms erhielt 72,28 Prozent der Stimmen, während Christin Sauer, 33-jährige Stadträtin aus Mainz, im ersten Wahlgang 63,37 Prozent erreichte. Sauer sitzt seit 2019 im Mainzer Stadtrat und leitete zuvor den örtlichen Greenpeace-Kreisverband.
Für die Zukunft streben die Grünen an, bis 2029 das Vertrauen auf kommunaler Ebene und bundesweit zurückzugewinnen. Ihr langfristiges Ziel ist es, Rheinland-Pfalz bis 2031 ökologisch, sozial und gerecht zu regieren.
Mit zehn Abgeordneten im Landtag werden sich die Grünen nun darauf konzentrieren, von der Opposition aus Politik mitzugestalten. Die neu gewählten Führungskräfte haben klare Ziele gesetzt, um in den nächsten sechs Jahren wieder an Einfluss zu gewinnen. Ihre Strategie setzt auf lokale Verankerung und eine Rückkehr in die Regierung im nächsten Jahrzehnt.






