10 March 2026, 12:12

Guido Westerwelles Erbe: Wie die FDP nach Rekordjahren in die Krise stürzte

Ein deutscher Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa, mit Textinformationen zur Partei.

Lebenspartner: Verstorbener FDP-Chef Westerwelle würde die Partei nie aufgeben - Guido Westerwelles Erbe: Wie die FDP nach Rekordjahren in die Krise stürzte

Guido Westerwelle, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Politik, starb am 18. März 2016 im Alter von 54 Jahren. Als langjähriger Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP) blieb er ihr bis zu seinem Tod treu verbunden. Sein Erbe steht heute im Kontrast zu den anhaltenden Schwierigkeiten der Partei bei Wahlen und in der öffentlichen Unterstützung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Westerwelle führte die FDP von 2001 bis 2011 als Bundesvorsitzender und war anschließend von 2009 bis 2013 deutscher Außenminister. Unter seiner Führung erlebte die Partei ihre erfolgreichste Phase, doch nach seinem Rückzug setzte ein steiler Niedergang ein. Die FDP verfehlte 2013 und 2025 den Einzug in den Bundestag und erreichte bei der letzten Wahl nur noch 4,3 Prozent der Stimmen.

Auch bei Landtagswahlen kämpfte die Partei mit schweren Verlusten. In Baden-Württemberg, einst eine Hochburg der Liberalen, überwand sie bei der Wahl zum Landtag am 8. März 2026 knapp die Fünf-Prozent-Hürde. Noch schwächer schnitt die FDP in den ostdeutschen Bundesländern ab, wo sie 2024 lediglich auf ein Prozent kam, sowie in Hamburg mit nur 2,3 Prozent.

Jenseits der Politik verband Westerwelle eine langjährige Partnerschaft mit Michael Mronz, den er seit 2010 als seinen Lebensgefährten in einer eingetragenen Partnerschaft bezeichnete. Mronz beschrieb ihre Beziehung später als außergewöhnlich harmonisch – über die 13 gemeinsamen Jahre habe es nie Streit gegeben.

Trotz der aktuellen Krise der FDP blieb Westerwelle Berichten zufolge bis zuletzt bemüht, der Partei zur Erholung zu verhelfen. Sein Einfluss reichte jedoch nicht aus, um den anhaltenden Abwärtstrend der letzten Jahre aufzuhalten.

Mit Westerwelles Tod verlor die FDP einen ihrer engagiertesten Vorkämpfer. Die Partei steht weiterhin vor großen Herausforderungen und ringt darum, in Bund und Ländern wieder an Bedeutung zu gewinnen. Sein Vermächtnis bleibt mit den einstigen Erfolgen der FDP ebenso verbunden wie mit ihrem anhaltenden Kampf um die Rückkehr in die politische Relevanz.

Quelle