Hafenbar schließt nach 57 Jahren – Berlins Kultkneipe am Alexanderplatz geht
Adriana HaufferHafenbar schließt nach 57 Jahren – Berlins Kultkneipe am Alexanderplatz geht
Berliner Nachtleben verliert eine seiner ältesten Institutionen
Mit der Hafenbar, einem Club, der seit 1967 seine Türen öffnete, verschwindet eine der langlebigsten Legenden der Berliner Partyszene. Direkt am Alexanderplatz gelegen, war die Kultkneipe über Jahrzehnte ein fester Anlaufpunkt für Feierwütige. Berühmt für ihre ausgelassenen Schlagerabende und ihre seemännisch geprägte Einrichtung, zog sie Generationen von Partygängern mit ihrer Glitzerkugel und ihrem retro-charmanten Flair in ihren Bann.
Die Hafenbar eröffnete 1967 und galt damit als der älteste durchgehend betriebene Club der Stadt. Ihre zentrale Lage am Alexanderplatz machte sie zu einem festen Bestandteil des Berliner Nachtlebens. Im Laufe der Jahrzehnte wurde sie vor allem für ihre Schlagerpartys bekannt, die mit einer Mischung aus Nostalgie und mitreißenden Tanzrhythmen die Massen anzogen.
Im Inneren bestach der Club durch seine Tanzfläche, die funkelnde Diskokugel und maritime Dekorationselemente. Die seemännische Note verleiht der Hafenbar ihren unverwechselbaren Charme – eine kitschig-frohe Mischung, die es so nirgends sonst gab. Trotz des Wandels in der Berliner Clubszene blieb die Hafenbar ein unveränderlicher Ort, der ein Erlebnis bot, das andere Locations kaum bieten konnten.
Die Hafenbar hinterlässt ein Erbe als Ort, an dem Musik, Tanz und Retro-Stil auf einzigartige Weise verschmolzen. Mit ihrer Schließung endet eine Ära für alle, die ihre unnachahmlichen Feste liebten. Der jahrzehntelange Betrieb des Clubs hat ihm einen festen Platz in der Berliner Kulturgeschichte gesichert.
