Hamburg–Hannover: Bahnstrecke wird für Millionen-Fahrgäste wochenlang gesperrt
Reingard FaustHamburg–Hannover: Bahnstrecke wird für Millionen-Fahrgäste wochenlang gesperrt
Großangelegte Modernisierung einer der meistbefahrenen Bahnstrecken Deutschlands
Die stark frequentierte Strecke zwischen Hamburg und Hannover, die oft mit 147 Prozent Auslastung betrieben wird, steht vor umfassenden Sanierungsarbeiten. Ab dem 1. Mai 2023 beginnen die Bauarbeiten, die die Infrastruktur modernisieren und die seit Langem bestehenden Kapazitätsengpässe entschärfen sollen.
Die 163 Kilometer lange Verbindung wird schrittweise gesperrt – beginnend mit dem Abschnitt zwischen Celle und Hannover am 1. Mai. Vom 14. Juni an wird dann die gesamte Strecke bis zum 10. Juli vollständig für den Zugverkehr geschlossen. In dieser Zeit werden Fern- und Güterzüge über Ausweichrouten geleitet, während Regionalreisende auf zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Ersatzbusse ausweichen müssen.
Zu den Maßnahmen gehören der Austausch von Gleisen, die Erneuerung von Weichen, die Modernisierung der Oberleitungen, Brückensanierungen sowie die Aufwertung von Bahnhöfen. Die Arbeiten sind Teil einer bundesweiten "Qualitätsoffensive", die die Effizienz des gesamten Schienennetzes steigern soll. Für 2029 ist zudem eine Komplettsanierung des gesamten Korridors geplant, um langfristige Verbesserungen über die aktuellen Baumaßnahmen hinaus zu gewährleisten.
Die Sperrungen dauern bis zum 10. Juli an; für betroffene Fahrgäste werden vorübergehend alternative Verkehrsangebote eingerichtet. Nach Abschluss der Arbeiten sollen Verspätungen reduziert und die Zuverlässigkeit auf einer der am stärksten belasteten Strecken Deutschlands deutlich steigen. Weitere großangelegte Sanierungen sind bereits für 2029 vorgesehen.






