Hamburg überholt Bayern und Baden-Württemberg mit Rekordwachstum 2025
Berndt MitschkeTschentscher lobt die wirtschaftliche Leistung Hamburgs - Hamburg überholt Bayern und Baden-Württemberg mit Rekordwachstum 2025
Hamburg's Wirtschaft wuchs 2025 schneller als der deutsche Durchschnitt und überholte Länder wie Baden-Württemberg und Bayern. Die Hansestadt verdankt ihren Aufschwung dem starken Tourismus, einer regen Bautätigkeit und dem lebhaften Hafenbetrieb – sowie einer besseren Integration von Fachkräften. Schleswig-Holstein hingegen machte Fortschritte in der Digital- und Umwelttechnologie, blieb beim Wachstum aber hinter den Erwartungen zurück.
Auf einer kürzlichen Wirtschaftsveranstaltung betonten Vertreter beider Länder sowohl die erreichten Erfolge als auch die anstehenden Herausforderungen.
Im ersten Halbjahr 2025 stieg Hamburgs Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 1,1 Prozent, während die deutsche Wirtschaft insgesamt stagnierte. Bürgameister Peter Tschentscher (SPD) würdigte diese Entwicklung beim Neujahrsempfang des Arbeitgeberverbandes UVNord und verwies auf die treibenden Sektoren: Tourismus, Bauwirtschaft und Containerumschlag verzeichneten deutliche Zuwächse, und die Bemühungen um die Anwerbung und Eingliederung internationaler Arbeitskräfte trugen Früchte.
Zudem reduzierte die Stadt Bürokratie, schuf mehr Wohnraum für Auszubildende und modernisierte Schulen. Die Hafenerneuerung spielte eine zentrale Rolle für den Handelsaufschwung. Gemeinsam mit Schleswig-Holstein führte Hamburg bei digitalen Verwaltungsdienstleistungen: Rund 300 Behördengänge sind hier mittlerweile online möglich. Schleswig-Holstein, das beim Wachstum zwar leicht hinterherhinkte, setzte stattdessen auf Klimaschutz und grüne Technologien. Fortschritte in der Windenergie, bei Batteriespeichern und Wasserstoff machten das Land zum Vorreiter. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) rief die Wirtschaft auf, den Kurs beizubehalten, und betonte die Notwendigkeit neuer wirtschaftlicher Impulse. Philipp Murmann, Hauptgeschäftsführer des UVNord, lobte die Wirtschaftspolitik beider Länder. Besonders die gemeinsame Strategie in Digitalisierung und nachhaltigem Wachstum sei ein Vorbild für ganz Deutschland, so Murmann.
Hamburgs wirtschaftlicher Aufschwung im Jahr 2025 basierte vor allem auf Tourismus, Bauwirtschaft und dem boomenden Hafen. Digitale Reformen und eine effizientere Verwaltung festigten die Position der Stadt zusätzlich. Schleswig-Holstein wuchs zwar langsamer, blieb aber eine treibende Kraft in der grünen Innovation.
Nun steht beide Länder vor der Aufgabe, den eingeschlagenen Weg in einer unsicheren wirtschaftlichen Lage fortzusetzen.
