Hamburger Jugendombudsstelle vor dem Aus: Verband kämpft um 90 Arbeitsplätze
Adriana HaufferHamburger Jugendombudsstelle vor dem Aus: Verband kämpft um 90 Arbeitsplätze
Die Hamburger Schulbehörde hat beschlossen, die Stelle der Jugendombudsperson mit einer neuen Position für Kitas zusammenzulegen. Diese Umstrukturierung erfordert eine Neuausschreibung – und lässt den aktuellen Träger, den Verband für Kinder- und Jugendarbeit Hamburg (VKJH), vor einer ungewissen Zukunft stehen. Die Organisation droht aufgrund chronischer Finanzierungslücken sogar die Schließung.
Der VKJH kämpft ums Überleben: Um die Gehälter einer Geschäftsführerin und einer Verwaltungsmitarbeiterin zu decken, fehlen jährlich 120.000 Euro. Ohne diese Mittel müssten sowohl die Zentrale als auch die OHA!-Anlaufstelle für Kinder- und Jugendrechte schließen.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat bereits Bedenken gegen die Neuvergabe des Ombudsvertrags geäußert. Zwar könnte sich der VKJH erneut bewerben, doch die finanzielle Belastung und das Risiko einer Absage wären groß.
Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, will der Verband seine 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter übergeben. Das hätte zur Folge, dass neue Träger die Arbeit übernehmen – und damit die Zukunft von 90 Festangestellten und 150 freiberuflichen Mitarbeitenden ungewiss wäre.
Die Entscheidung der Behörde zur Neuausschreibung der Ombudsstelle steht bereits fest. Ohne zusätzliche Mittel oder einen erfolgreichen Zuschlag droht dem VKJH das Aus. Seine Einrichtungen und Projekte würden dann in die Verantwortung der Bezirke übergehen, während neue Anbieter die Arbeit fortsetzen.






