21 April 2026, 14:14

Handwerkskammer Südthüringen zerpflückt Bundesregierungs-Entlastungspaket als unwirksam und bürokratisch

Eine Gruppe von Menschen auf einem Gebäude mit einer Fahne, einem Baum auf der linken Seite und Glasfenstern im Hintergrund, wahrscheinlich protestierend für die deutsche Regierung.

Handwerkskammer Südthüringen zerpflückt Bundesregierungs-Entlastungspaket als unwirksam und bürokratisch

Die Handwerkskammer Südthüringen (HWK) hat das jüngste Energie-Entlastungspaket der Bundesregierung scharf kritisiert. Die Maßnahmen, die die finanzielle Belastung der Bürger verringern sollen, werden von der Organisation als unwirksam abgetan. Die Kammer vertritt fast 6.500 kleine und mittlere Handwerksbetriebe in der Region.

Der Vorschlag der Bundesregierung sieht einen Entlastungsbonus von bis zu 1.000 Euro für Arbeitnehmer vor. Die HWK argumentiert jedoch, dass dieser Ansatz die unternehmerische Freiheit einschränkt und zu Spannungen in den Betrieben führen könnte. Mike Kämmer, Präsident der Kammer, betonte, dass Betriebsinhaber ihre Mitarbeiter bereits nach eigener finanzieller Leistungsfähigkeit unterstützen – und zwar ohne staatliche Einmischung.

Zudem kritisierte die HWK, dass die Maßnahmen ohne Rücksprache mit den direkt betroffenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern entwickelt wurden. Silke Henke, Vizepräsidentin für Arbeitnehmerbelange, bezeichnete es als politisch unverantwortlich, die Lasten auf die Handwerksbetriebe in Südthüringen abzuwälzen.

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Statt des aktuellen Plans fordert die Kammer einfachere und direkt wirksame Lösungen. Dazu gehören die Erhöhung der Pendlerpauschale, die Einführung einkommensabhängiger Klimaprämien oder die Anhebung des Gewerbesteuerfreibetrags. Bereits früher vorgeschlagene Maßnahmen wie die Senkung der Kfz-Steuer sollten ebenfalls umgesetzt werden, um die Belastung der regionalen Unternehmen zu verringern.

Über die Soforthilfen hinaus setzt sich die HWK für eine langfristige Energiepolitik ein. Im Fokus stehen dabei die Sicherung von Lieferketten und die Diversifizierung der Bezugsquellen, um künftige Krisen zu vermeiden.

Kernpunkt der Kritik der HWK ist das Fehlen einer Abstimmung mit den Betroffenen sowie die möglichen Störungen durch das Bonusmodell. Die von der Kammer bevorzugten Alternativen zielen darauf ab, Bürokratie abzubauen und gleichzeitig greifbare Unterstützung zu bieten. Die Organisation drängt weiterhin auf politische Lösungen, die Soforthilfe mit nachhaltiger Energiesicherheit verbinden.

Quelle