14 March 2026, 06:29

Hessischer Landtag kämpft mit Rekordzahl an Bürgerpetitionen – inklusive Frosch-Lärm

Eine Menschenmenge mit Schildern vor einem Gebäude mit Bäumen im Hintergrund, einige tragen Mützen und Schutzbrillen, auf einem Schild steht "Was du erlaubst, wird weitergehen 2020 Wähler."

Petitions sprunghaft angestiegen im Landtag - Anzahl der Petitionen verdoppelt - Hessischer Landtag kämpft mit Rekordzahl an Bürgerpetitionen – inklusive Frosch-Lärm

Hessischer Landtag verzeichnet starken Anstieg öffentlicher Eingaben

In diesem Jahr hat der Hessische Landtag einen deutlichen Anstieg bei öffentlichen Petitionen verzeichnet. 2025 gingen beim Petitionsausschuss 2.641 Eingaben ein – mehr als doppelt so viele wie die 1.046 aus dem Vorjahr. Unter den Beschwerden befand sich auch ein ungewöhnlicher Fall: Ein Anwohner aus Osthessen klagte über laute Froschrufe in einer Wohngegend.

Der Ausschussvorsitzende Oliver Ulloth (SPD) wies auf den deutlichen Zuwachs hin und führte ihn auf ein gestiegenes öffentliches Bewusstsein für das Petitionsverfahren zurück. Besonders häufig gingen Anliegen zu Aufenthalts- und Einwanderungsfragen ein, die im Vergleich zum Vorjahr um 103,5 Prozent zunahmen. Von diesen wurden 155 vollständig stattgegeben, 61 teilweise.

Ein besonderer Fall betraf einen Bürger, der sich über nächtliches Froschgequake aus einem nahegelegenen Teich beschwerte. Das Hessische Umweltministerium entschied, dass Frösche als geschützte Art in Wohngebieten grundsätzlich hingenommen werden müssen. Nur in extremen Fällen – wenn der Lärm unzumutbar wird – könne eine Umsiedlung in Betracht gezogen werden, wofür jedoch eine besondere artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung erforderlich sei.

Zahlen für das Jahr 2023 legte der Ausschuss nicht vor, sodass der langfristige Trend unklar bleibt. Die Werte von 2025 zeigen jedoch einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Der Anstieg der Eingaben spiegelt eine wachsende Bürgerbeteiligung am Petitionssystem wider. Aufenthalts- und Einwanderungsfragen bleiben die häufigsten Anliegen, doch auch ungewöhnliche Fälle wie die Frosch-Lärmbeschwerde erreichten den Ausschuss. Die Behörden bestätigten, dass geschützte Arten wie Frösche nur unter strengen Auflagen umgesiedelt werden dürfen.

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