Iraner fordern das Ende der Islamischen Republik – und hoffen auf Pahlavi als Symbol des Wandels
Hilda Dussen vanRund 200 Menschen bei Iran-Protestkundgebung in Erfurt - Iraner fordern das Ende der Islamischen Republik – und hoffen auf Pahlavi als Symbol des Wandels
In Iran haben die Proteste weiter an Schärfe gewonnen, während Demonstranten das Ende der Islamischen Republik fordern. Viele tragen Bilder von Reza Pahlavi, dem im Exil lebenden Kronprinzen, den sie als Symbol für möglichen Wandel sehen. Unterdessen lenkte eine Solidaritätskundgebung in Deutschland die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Unruhen.
Am 22. Oktober 2022 versammelten sich in Erfurt etwa 200 Menschen, um die iranischen Protestierenden zu unterstützen. Sie skandierten Parolen und hielten Schilder mit der Aufschrift 'Wir sind der Iran, nicht die Islamische Republik'. Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs und eine führende Figur der Opposition, nahm an der Veranstaltung teil.
Im Iran selbst geht die Regierung mit harter Hand gegen Andersdenkende vor. Menschenrechtsorganisationen berichten von mindestens 2.500 Toten im Zusammenhang mit den jüngsten Unruhen. Trotz der Gefahren fordern die Demonstranten weiterhin politische Reformen und ein Ende des aktuellen Regimes.
Pahlavis Auftreten in Erfurt unterstrich seine Rolle als Kristallisationspunkt für die Gegner der Islamischen Republik. Sein Besuch fiel in eine Zeit, in der viele Iraner im Land während der Proteste sein Bild zeigten – ein Zeichen für ihren Wunsch nach einer anderen Zukunft.
Die Proteste im Iran zeigen keine Anzeichen einer Beruhigung, während die Demonstranten gewaltsamer Unterdrückung ausgesetzt sind. Internationale Solidaritätsveranstaltungen wie die in Erfurt haben der Bewegung mehr Sichtbarkeit verliehen. Die hohe Zahl der Todesopfer und die anhaltenden Unruhen spiegeln die tiefen Spaltungen innerhalb der iranischen Gesellschaft wider.
