14 January 2026, 13:02

Julia Ruhs wechselt als Kolumnistin zu Bild – nach NDR-Kritik und Buch-Erfolg

Eine alte deutsche Zeitung von 1834 mit einer Zeichnung eines Mannes und einer Frau, sowie Text und anderen Bildern.

Julia Ruhs wechselt als Kolumnistin zu Bild – nach NDR-Kritik und Buch-Erfolg

Die bekannte Journalistin und Politikwissenschaftlerin Julia Ruhs wechselt als neue Kolumnistin zu Bild. Die 32-Jährige, die für ihre scharfen liberal-konservativen Positionen bekannt ist, wird alle zwei Wochen unter dem Titel Meine Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Themen schreiben. Ihr Wechsel folgt auf ihren kürzlichen Abschied von der politischen Dokumentationsreihe Klar des NDR, wo sie wegen ihrer deutlichen Haltung Kritik auf sich gezogen hatte.

Ruhs hat sich als eine der prägnantesten jungen Medienstimmen Deutschlands einen Namen gemacht, unter anderem durch ihre Arbeit für große Sender wie ARD und Bayerischen Rundfunk (BR). Sie moderierte Klar, eine Sendung, die politische Debatten direkt anpacken wollte. Nach ihrem Ausstieg warf sie dem NDR jedoch vor, zu links ausgerichtet zu sein, und behauptete, man habe sie als "zu rechts" für den Sender eingestuft. Der NDR hat seine Entscheidung nicht öffentlich erklärt, obwohl interne Stimmen Klar vorwarfen, es mangele an Ausgewogenheit und die Themen seien zu nischig.

Ruhs bezeichnet sich selbst als "mitte-rechts" und fühlt sich der FDP und CDU verbunden, distanziert sich jedoch deutlich von der AfD. Ihre Positionen haben sowohl Zustimmung als auch Kontroversen ausgelöst – besonders nach der Veröffentlichung ihres Buches Linke-grüne Meinungsmacht: Wie unser Land gespalten wird im Jahr 2025. Sie argumentiert, dass die Scheu der öffentlich-rechtlichen Sender vor polarisierenden Themen die Zuschauer in radikale Medien treibe. Marion Horn, Vorsitzende der Bild-Chefredaktion, begrüßte Ruhs für ihre frischen Impulse und ihre Fähigkeit, die politische Debatte zu beleben. Die Ankündigung ihrer neuen Kolumne fällt in eine Zeit, in der die Diskussion über Medienvoreingenommenheit an Fahrt aufnimmt. Die umstrittene Politikerin Sahra Wagenknecht kritisierte die NDR-Entscheidung, Ruhs zu entlassen, und sprach von einem "Cancel-Culture"-Trend, der das Vertrauen in die öffentlichen Medien untergrabe.

Künftig wird Ruhs ihre mutige, liberal-konservative Kommentare mindestens zweimal im Monat den Bild-Lesern präsentieren. Ihr Wechsel zum Boulevardblatt folgt auf ihren Abschied vom NDR und die Veröffentlichung ihres jüngsten Buches. Der Schritt unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die politische Ausgewogenheit in den deutschen Medien.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones