05 February 2026, 02:15

Junge Union fordert radikale Sozialreformen und spürbare Kürzungen

Ein detailliertes altes Stadtplan von Weimar, Deutschland, das Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten und Straßen der Stadt bereitstellt.

JU-Chef Winkel sieht Einsparpotential von 'Zehnen Milliarden' im Sozialbudget - Junge Union fordert radikale Sozialreformen und spürbare Kürzungen

Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat weitreichende Kürzungen bei den Sozialausgaben gefordert. Er wirft dem aktuellen System vor, Geld zu verschwenden und dringend reformiert werden zu müssen. Seine Vorschläge umfassen tiefgreifende Änderungen bei Renten, den Regeln für Teilzeitarbeit sowie der Familienbesteuerung.

Winkel kritisierte die Regierung als planlos und nannte die Mütterrente als Beispiel für eine fehlgeleitete Politik. Er argumentierte, dass die Wiedereinführung des Nachhaltigkeitsfaktors in der Sozialversicherung eine gerechtere Lastenverteilung zwischen den Generationen sicherstellen würde. Seinem Berechnungen zufolge könnten dadurch jährlich Dutzende Milliarden eingespart werden.

Zugleich lehnte er Forderungen der Mittelstandsunion ab, das Recht auf Teilzeitarbeit abzuschaffen. Stattdessen plädierte er für Anreize, um mehr Menschen zum Wechsel von Teilzeit- in Vollzeitstellen zu bewegen. In der Familienpolitik setzt sich die Junge Union dafür ein, das Ehegattensplitting durch ein System zu ersetzen, das die Steuerlast an die Kinderzahl knüpft.

Winkel warf der SPD vor, die Rentenreformen zu blockieren, und forderte sie auf, den Wandel zu unterstützen – unter Verweis auf frühere finanzpolitische Kompromisse der Koalition. Er betonte, dass zwar mehr Eigenverantwortung der Bürger gefragt sei, die Belastungen aber fair verteilt werden müssten.

Die Vorschläge der Jungen Union zielen darauf ab, das deutsche Sozialsystem durch strengere Kontrollen und finanzielle Anreize umzugestalten. Winkels Forderungen beinhalten Rentenanpassungen, Steuerreformen für Familien und eine Stärkung der Vollzeitbeschäftigung. Bundeskanzler Friedrich Merz lobte zwar die grundsätzlichen sozialpolitischen Empfehlungen, doch eine offizielle Stellungnahme zu den konkreten Plänen steht noch aus.

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