Kino International glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Licht
Berndt MitschkeKino International glänzt nach 18 Monaten Sanierung in neuem Licht
Kino International: Berlins historisches Lichtspielhaus öffnet nach 18 Monaten Sanierung wieder die Türen
Am 26. Februar wird das Kino International, ein denkmalgeschütztes Kino im Ostteil Berlins, nach einer umfassenden 18-monatigen Sanierung wiedereröffnet. Das 1963 eröffnete Haus, eine Ikone der Stadt, wurde technisch auf den neuesten Stand gebracht, während sein legendäres Design bewahrt blieb. Die Premierenvorführungen von Marty Supreme sind bereits kurz nach Ticketstart ausverkauft.
Die Modernisierung kostete über 10 Millionen Euro und wurde finanziert vom Bund, dem Land Berlin, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Filmförderungsanstalt (FFA) sowie durch Lotteriemittel. Weitere Pläne für Nebenräume könnten die Gesamtinvestition auf über 15 Millionen Euro steigen lassen.
Das seit 1990 unter Denkmalschutz stehende Kino gehört seit 1992 zur Yorck Kinogruppe. Während der 22-monatigen Schließung wurden veraltete Technik erneuert, die Barrierefreiheit verbessert und historische Elemente originalgetreu restauriert. Ein Höhepunkt war die aufwendige Reparatur des berühmten Perlenvorhangs mit 40 Millionen Pailletten.
Die Sitzplatzzahl wurde von 551 auf 506 reduziert, um mehr Beinfreiheit zu bieten. Trotz der Veränderungen bleibt das Kino ein kultureller Treffpunkt, der architektonisches Erbe mit modernem Filmgenuss verbindet.
Berlins Kinos, darunter das Kino International, verzeichnen seit der Pandemie höhere Zuschauerzahlen als zuvor. Die Wiedereröffnung bereichert die lebendige Filmszene der Stadt mit einem Mix aus Klassikern und aktuellen Produktionen.
Die Neueröffnung des Kino International markiert einen Meilenstein für Berlins Kinolandschaft. Das sanierte Haus bleibt ein Ort für Filmkunst und bewahrt gleichzeitig sein Erbe der Nachkriegsmoderne. Mit modernisierter Ausstattung und einem verstärkten Fokus auf kulturelle Veranstaltungen bleibt es ein zentraler Bestandteil des Berliner Kulturlebens.
