Kirchen in Berlin werden zu kühlen Zufluchtsorten während der Hitzewelle
Adriana HaufferKirchen in Berlin werden zu kühlen Zufluchtsorten während der Hitzewelle
Kirchen in Berlin und Brandenburg bieten kühle Rückzugsorte während Hitzewellen
Kirchen in Berlin und Brandenburg springen ein und stellen während der aktuellen Hitzewellen kühle Räume zur Verfügung. Die politische Opposition kritisiert den Senat dafür, zu wenig für die Entlastung der Bevölkerung zu tun. Nun haben religiöse Würdenträger ihre Gemeinden aufgerufen, die Türen für Bedürftige zu öffnen.
Die katholische und die evangelische Kirche in der Region haben ihre Mitgliedsgemeinden dazu aufgefordert, ihre Gebäude als kühle Zufluchtsorte zugänglich zu machen. Viele dieser historischen Bauten bleiben aufgrund ihrer Architektur von Natur aus kühl.
Bisher öffnen jedoch nur 13 evangelische Kirchen in Berlin an jedem Wochentag als Hitzeschutzräume. Dazu gehört die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg, die dank ehrenamtlicher Helfer ganzjährig täglich geöffnet hat. Auch die Marienkirche am Fernsehturm steht täglich offen und versorgt obdachlose und benachteiligte Menschen mit Trinkwasser. Die Wichern-Kirche im Norden Spandaus ist zwar geöffnet, verzeichnet aber noch keinen spürbaren Anstieg an Schutzsuchenden.
Die finanziellen Mittel der Gemeinden, um ihre Kirchen während Hitzewellen offen zu halten, sind jedoch begrenzt. Oppositionspolitiker weisen auf Versäumnisse des Senats hin. Werner Graf von den Grünen fordert, dass klimatisierte Museen bei extremer Hitze kostenlos zugänglich sein sollen. Tobias Schulze von der Linken wirft dem Senat vor, Kirchen und Einkaufszentren nicht aktiv in die Lösungsstrategien einzubinden.
Die Initiative der Kirchen bietet zwar sofortige Hilfe für von Hitze Betroffene, doch begrenzte Mittel und ungleiche Verfügbarkeit erschweren den Zugang für alle. Gleichzeitig wächst der politische Druck, nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen durch Hitzewellen in der Stadt zu finden.
