21 April 2026, 18:13

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen und Streit um Migrationsdaten

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und eine Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen und Streit um Migrationsdaten

Kriminalstatistik 2025 in Deutschland zeigt gemischtes Bild

Die Kriminalitätszahlen Deutschlands für das Jahr 2025 präsentieren ein zwiespältiges Ergebnis: Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten um 5,6 Prozent zurück, doch schwere Gewaltverbrechen – darunter Mord, Vergewaltigung und Messerangriffe – nahmen deutlich zu. Die Daten haben zudem die Debatte über die Darstellung von Nichtdeutschen in der Kriminalstatistik neu entfacht.

Insgesamt wurden in Deutschland rund 5,5 Millionen Straftaten registriert, was einem Rückgang um 5,6 Prozent entspricht. Innerhalb dieser Entwicklung stachen jedoch bestimmte Gewaltdelikte hervor: Die Fälle von Mord und Totschlag stiegen um 6,5 Prozent, während Vergewaltigungen und schwere Sexualstraftaten um 8,5 Prozent zunahmen. Messerangriffe erreichten mit fast 29.000 Fällen im Jahr einen Durchschnitt von etwa 80 pro Tag.

Nichtdeutsche Tatverdächtige waren – unter Berücksichtigung der Bevölkerungsanteile – etwa 2,6-mal häufiger vertreten als deutsche Staatsbürger. Bei Gewaltverbrechen vergrößerte sich die Kluft weiter: Hier wurden Ausländer fast viermal so oft als Tatverdächtige erfasst. Besonders häufig genannt wurden türkische, syrische, rumänische, ukrainische, polnische und afghanische Staatsangehörige.

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Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisierte die Darstellung dieser Zahlen scharf. Sie argumentiert, dass die Statistiken eher polizeiliche Schwerpunktsetzungen widerspiegeln als das tatsächliche Kriminalitätsniveau oder soziale Ursachen. Zudem verwies die Organisation darauf, dass Migranten möglicherweise häufiger angezeigt werden, was die Daten verzerre. In einer deutlich formulierten Stellungnahme warf der Verband der Regierung vor, eine "rassistische" Deutung der Zahlen zu fördern.

Der Kriminalitätsbericht 2025 zeigt sowohl Fortschritte als auch Besorgnis erregende Trends: Zwar sinkt die Gesamtzahl der Straftaten, doch Gewaltverbrechen nehmen zu, und die Diskussion über die Repräsentation von Migranten in der Statistik bleibt umstritten. Behörden und Interessenverbände sind sich uneins, wie die Zahlen am besten zu interpretieren sind.

Quelle