20 December 2025, 11:44

Land zahlt eine Million Euro Förderung für Praxisnachfolge

Ein Grabstein steht in der Mitte des Bildes, umgeben von trockenen Blättern, Erde und einer Pflanze.

Land zahlt eine Million Euro Förderung für Praxisnachfolge - Land zahlt eine Million Euro Förderung für Praxisnachfolge

Land zahlt eine Million Euro Fördergeld für Praxisnachfolger

Land zahlt eine Million Euro Fördergeld für Praxisnachfolger

Land zahlt eine Million Euro Fördergeld für Praxisnachfolger

  1. Dezember 2025, 03:05 Uhr

Thüringen verstärkt seine Bemühungen, medizinisches Personal in kleinere Städte und Dörfer zu locken. Für das Jahr 2026 stellt das Land 375.000 Euro bereit, um Ärzte, Zahnärzte und Apotheker bei der Gründung oder Übernahme von Praxen zu unterstützen. Zudem plant die Landesregierung, die maximale Fördersumme pro Behandler im kommenden Jahr zu erhöhen.

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2025 profitierten bereits 26 Ärzte, 9 Zahnärzte und ein Apotheker von Zuschüssen von bis zu 45.000 Euro pro Person. Insgesamt bewarben sich 42 Fachkräfte um die Förderung, während für 2026 bereits 13 Anträge eingereicht wurden. Das Thüringer Landesverwaltungsamt verwaltet das Programm, das die Förderhöhe je nach Berufsgruppe und Einwohnerzahl der Region anpasst.

Die Versorgungslücken im Freistaat sind beträchtlich: Rund 110 Hausarztstellen sind unbesetzt, hinzu kommen fünf offene Stellen für Kinderärzte sowie Engpässe in den Fachbereichen Augenheilkunde und Neurologie. Besonders auf dem Land fehlt es an Nachfolgern für ausscheidende Zahnärzte und Apotheker. Um die medizinische Grundversorgung in strukturschwachen Gebieten aufrechtzuerhalten, hat Thüringen in den vergangenen Jahren über 1,2 Millionen Euro investiert.

Ab 2027 steigt die maximale Förderung auf mindestens 50.000 Euro pro Person. Zudem werden enge Angehörige von Praxisinhabern künftig ebenfalls förderberechtigt sein, was den Kreis der potenziellen Antragsteller erweitert.

Mit den erhöhten Zuschüssen und der ausgeweiteten Förderfähigkeit will das Land die medizinische Versorgung in Thüringens kleineren Gemeinden sichern. Die Verantwortlichen hoffen, so dringende Lücken in der haus- und fachärztlichen Betreuung schließen zu können. Der Erfolg des Programms hängt jedoch davon ab, ob sich weiterhin genug medizinisches Personal für eine Tätigkeit in ländlichen Regionen begeistern lässt.