Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende - Linke fordert altersarmutsfeste Rente für Alleinerziehende
Deutschland steht vor dringenden Forderungen nach Rentenreform – Sorge um Alterssicherung wächst
In Deutschland mehren sich die Rufe nach einer grundlegenden Rentenreform, da die finanzielle Absicherung im Alter zunehmend infrage steht. Eine neu eingesetzte Kommission arbeitet an langfristigen Lösungen, während politische Parteien Änderungen fordern, um besonders benachteiligte Gruppen wie Alleinerziehende besser zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen Vorschläge wie die Stabilisierung des Rentenniveaus, Steuererleichterungen für arbeitende Rentner:innen sowie die Ausweitung von Leistungen für Mütter. Gleichzeitig warnen Expert:innen vor einem steigenden Risiko der Altersarmut, insbesondere für Menschen in prekären oder Teilzeitbeschäftigungen.
Im Dezember 2025 hatte das Bundeskabinett eine 13-köpfige Rentenkommission berufen, um die Herausforderungen des deutschen Rentensystems zu bewältigen. Unter dem gemeinsamen Vorsitz von Prof. Constanze Janda, Expertin für Sozialrecht, und Frank-Jürgen Weise nahm die Gruppe im Januar 2026 ihre Arbeit auf. Ziel ist es, bis Mitte 2026 ein nachhaltiges Konzept vorzulegen.
Die Linke hat eigene Forderungen vorgelegt, darunter ein einheitliches Rentensystem, in das alle Erwerbstätigen – Selbstständige, Beamte und Angestellte – gleichberechtigt einzahlen. Dies soll mehr Gerechtigkeit schaffen und Versorgungslücken schließen. Ein zentraler Schwerpunkt der Reformdebatte sind Alleinerziehende. Katja Maurer, sozialpolitische Sprecherin der Linken, warnt, dass viele von ihnen in prekären Arbeitsverhältnissen, Teilzeitstellen und mit niedrigen Rentenansprüchen konfrontiert sind. Sie setzt sich für armutsfeste Renten, einen Ausbau der Kinderbetreuung und faire Bezahlung für unbezahlte Care-Arbeit ein. Die Linke in Thüringen unterstützt diese Position und betont, dass ohne gezielte Maßnahmen Alleinerziehende auch künftig ein hohes Risiko tragen, im Alter in Armut zu leben.
Weitere Diskussionspunkte sind die Beibehaltung des aktuellen Rentenniveaus, um Kürzungen zu vermeiden, Steuerbefreiungen für Rentner:innen, die weiterarbeiten, sowie die Erweiterung der sogenannten „Mütterrente“. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die finanzielle Belastung älterer Arbeitnehmer:innen und Pflegekräfte zu verringern.
Die Empfehlungen der Rentenkommission, die bis Mitte 2026 erwartet werden, werden maßgeblich prägen, wie Deutschland die Alterssicherung künftig gestaltet. Sollten die Reformvorschläge umgesetzt werden, könnten sie stärkeren Schutz für Alleinerziehende und Geringverdiener:innen bieten. Die Entscheidung wird zeigen, ob Pläne wie Steuerentlastungen und erweiterte Leistungen tatsächlich Gesetz werden.
