Lüneburger Bäckerei tauft "Amerikaner" in "Grönländer" um – als humorvolle Protestaktion
Adriana HaufferLüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft "Amerikaner" in "Grönländer" um – als humorvolle Protestaktion
Eine Bäckerei in Lüneburg hat bundesweit Aufsehen erregt, indem sie ihre runden Süßgebäcke von "Amerikaner" in "Grönländer" umbenannt hat – als scherzhaften Protest. Der Schritt ist eine Reaktion auf die frühere Kaufabsicht der US-Regierung für Grönland. Kunden und Unterstützer begrüßen die Umbenennung als sowohl humorvoll als auch politisch aussagekräftig.
Die Bäckerei De Heidbäcker GmbH hat zudem ein Schild mit der Aufschrift "Backt Kuchen, nicht Krieg" vor dem Laden aufgestellt, um ihre Botschaft zu unterstreichen.
Die Idee stammte von Geschäftsführer Jannik Harms, der damit eine lockere Stellungnahme abgeben wollte. Er betonte, dass die Umbenennung mit Humor und nicht als ernsthafte politische Aktion zu verstehen sei. Trotz des neuen Namens erhalten Kunden, die einen "Grönländer" bestellen, weiterhin dasselbe Gebäck – auf der Quittung steht nun jedoch "Grönländer".
Die Resonanz fällt durchweg positiv aus. Die Lüneburger sehen darin eine Solidaritätsbekundung mit Dänemark und Europa. Selbst eine Frau aus Prag schrieb Harms eine E-Mail, in der sie die Haltung der Bäckerei lobte. Landesweit sorgt die Geschichte für Aufmerksamkeit, wobei viele sie als kluge Werbung für traditionelles Handwerk deuten.
Die Bäckerei plant, den neuen Namen so lange beizubehalten, wie das US-Interesse an Grönland ein Diskussionsthema bleibt. Seit der Umbenennung sind die Verkäufe gestiegen – die Entscheidung erweist sich also als sowohl symbolträchtig als auch praktisch. Die dänische Regierung und Öffentlichkeit haben sich bis Februar 2026 nicht öffentlich dazu geäußert.
Die Herkunft des Namens "Amerikaner" bleibt indes unklar. Manche Theorien führen ihn auf das verwendete Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit Soldatenhelmen. Ungeachtet dessen verleiht die neue Identität des Gebäcks ihm frische Aktualität.
Die Umbenennung hat der De Heidbäcker GmbH unerwartete Publicity beschert – Kunden wie Medien zeigen sich begeistert von der Geschichte. Aus dem scherzhaften Protest ist ein Gesprächsstoff geworden. Solange der politische Kontext besteht, bleibt der "Grönländer" auf der Speisekarte – und auf den Kassenbons.
