Marzahn Pride 2024: Bunter Umzug trotz rechtsextremer Hochburg im Bezirk
Reingard FaustMarzahn Pride 2024: Bunter Umzug trotz rechtsextremer Hochburg im Bezirk
Marzahn Pride findet in diesem Jahr mit einem Umzug statt, der um 12 Uhr auf der Allee der Kosmonauten beginnt. Das Event bildet den Höhepunkt einer ganzwöchigen Veranstaltungsreihe. Bisher haben die Organisator:innen keine Mobilisierung rechtsextremer Gruppen gegen die Demonstration gemeldet.
Hinter der Organisation des Marzahn Pride steht der Verein Quarteera e.V. Im Anschluss an den Umzug folgt ab 14:30 Uhr ein queeres Nachbarschaftsfest. Die Veranstaltung will zudem auf die Herausforderungen aufmerksam machen, denen queere Geflüchtete und Migrant:innen gegenüberstehen.
2023 wurden fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen angegriffen. Auch der Marzahn Pride sah sich im vergangenen Jahr mit Drohungen der Gruppe Deutsche Jugend Voran konfrontiert. Trotz dieser Vorfälle hat sich in diesem Jahr bisher kein konkreter Widerstand formiert. Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, warnt jedoch davor, die Wachsamkeit zu verringern. Marzahn gilt als Hochburg rechtsextremer Strukturen und Propaganda.
Der Umzug wird wie geplant mittags beginnen, gefolgt von einem Fest am Nachmittag. Trotz der derzeit fehlenden sichtbaren rechtsextremen Gegenwehr bleiben die Organisator:innen wachsam.






