19 March 2026, 18:17

Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Ostsee-Stromkabel mit Schweden wiederbeleben

Eine Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

MV plant wiederaufleben lassen Pläne für Stromleitung nach Schweden - Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Ostsee-Stromkabel mit Schweden wiederbeleben

Mecklenburg-Vorpommern drängt auf Wiederbelebung eines gestoppten Energieprojekts zwischen Deutschland und Schweden

Der Landtag in Schwerin hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, die Pläne für eine Stromleitung unter der Ostsee neu zu bewerten. Das Projekt könnte nach Ansicht der Verantwortlichen dazu beitragen, die Versorgung mit erneuerbaren Energien in beiden Ländern zu stabilisieren.

Die geplante Leitung, bekannt als Hansa PowerBridge, war 2024 von schwedischer Seite vorerst aufgegeben worden. Nun fordern Abgeordnete in Schwerin, die Verhandlungen mit Schweden und Norwegen wieder aufzunehmen. Ihr Argument: Skandinavische Wasserkraft könnte als natürlicher Energiespeicher fungieren und so die schwankende Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie in Deutschland ausgleichen.

Laut dem Konzept würde Schweden bei hoher Nachfrage Strom nach Deutschland exportieren. Im Gegenzug könnte überschüssiger Windstrom aus Norddeutschland in Zeiten hoher Produktion nach Südschweden fließen. Ziel des Vorhabens ist es, Versorgungslücken zu verringern, die durch wetterbedingte Schwankungen entstehen.

Kritiker hatten zuvor Bedenken geäußert, dass der Stromgroßhandelspreis in Schweden kurzfristig um bis zu 15 Prozent steigen könnte. Der Landtag plädiert jedoch für eine erneute Prüfung dieser Risiken – unter Betonung der langfristigen Vorteile einer grenzüberschreitenden Energiekooperation.

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Die Wiederbelebung der Hansa PowerBridge könnte die Energiesicherheit beider Länder stärken. Bei einer Genehmigung würde die Seekabelverbindung die Netztflexibilität erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern. Der nächste Schritt hängt nun von Gesprächen auf Bundesebene mit den schwedischen und norwegischen Behörden ab.

Quelle