09 January 2026, 18:29

Mehr Flüchtlinge in Thüringen kehren freiwillig in ihre Heimatländer zurück

Eine spärliche Außenkulisse mit wenigen Menschen, einer Fahne, einem Zaun, Bäumen und einem klaren Himmel.

Mehr freiwillige Abgänge aus Thüringen im letzten Jahr - Mehr Flüchtlinge in Thüringen kehren freiwillig in ihre Heimatländer zurück

Immer mehr Flüchtlinge entscheiden sich in Thüringen für eine freiwillige Rückkehr – unterstützt durch finanzielle Hilfen. Im vergangenen Jahr kehrten 503 Menschen im Rahmen eines staatlich geförderten Programms in ihre Herkunftsländer zurück. Behörden führen den Anstieg der Zahlen auf klarere Regelungen zurück. Zu den wichtigsten Zielländern zählten Syrien, die Türkei und Georgien.

2024 hatten sich in Thüringen noch 326 Flüchtlinge für eine freiwillige Rückkehr entschieden. Bis November 2025 stieg diese Zahl bereits auf 503 an. Den größten Zuwachs verzeichneten syrische Rückkehrer: Während es in den Vorjahren keine gegeben hatte, waren es 2025 insgesamt 97. Auch aus der Russischen Föderation und dem Irak gab es mehr freiwillige Ausreisen.

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Das Bund-Länder-Programm übernimmt die Reisekosten und gewährt Starthilfen für die Rückkehrer. Behörden betonen, dass die freiwillige Rückkehr humaner und kostengünstiger sei als Abschiebungen. 2025 führte Thüringen 450 Abschiebungen durch – diese sind in der Regel teurer als unterstützte freiwillige Ausreisen.

Migrationsministerin Beate Meißner führte den Trend auf klarere politische Weichenstellungen zurück. Nicht alle Flüchtlinge in Deutschland hätten ein Bleiberecht, daher seien finanzielle Anreize ein wichtiges Instrument, so Meißner. Für 2026 liegen jedoch noch keine offiziellen Statistiken vor, sodass aktuelle Zahlen fehlen.

Der Erfolg des Programms zeigt, dass mehr Flüchtlinge Thüringen mit staatlicher Unterstützung verlassen, statt abgeschoben zu werden. Mit Syrien, der Türkei und Georgien als Hauptzielländern rechnen Behörden mit einer Fortsetzung des Trends. Im Fokus bleibt die freiwillige Rückkehr als strukturierte und kostengünstigere Alternative zu Zwangsmaßnahmen.