11 April 2026, 10:11

Merz stellt Kohleausstieg infrage und fordert längere Laufzeiten für Kraftwerke

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Merz stellt Kohleausstieg infrage und fordert längere Laufzeiten für Kraftwerke

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Zweifel am aktuellen Fahrplan für den Kohleausstieg in Deutschland geäußert. In einer jüngsten Stellungnahme argumentierte er, dass bestehende Kohlekraftwerke möglicherweise länger am Netz bleiben müssten als vorgesehen. Seine Äußerungen deuten auf eine mögliche Kurskorrektur in der Energiepolitik des Landes hin.

Merz betonte, Deutschland dürfe nicht riskieren, seine Energieversorgung zu destabilisieren, indem es starr an den Ausstiegsfristen festhalte. Zwar bekräftigte er seine Unterstützung für den Ausbau erneuerbarer Energien, warnte jedoch, dass Wind- und Solarenergie allein nicht ausreichen würden. Stattdessen schlug er vor, an bestehenden Standorten neue Gaskraftwerke zu errichten, um eine zuverlässige Grundlastkapazität zu gewährleisten.

Eine kurzfristige Rückkehr zur Kernenergie schloss er aus. Langfristig ließ er jedoch Spielraum für künftige Technologien und regte an, die Forschung zu kleinen modularen Reaktoren (SMR) voranzutreiben. Mit Blick auf die ferne Zukunft äußerte er Hoffnung auf die Entwicklung der Kernfusion als nachhaltige Lösung.

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Der Kanzler forderte eine grundlegende Neuausrichtung der Energiepolitik. Seine Vorschläge umfassen eine Verlängerung der Laufzeiten von Kohlekraftwerken bei gleichzeitig beschleunigtem Bau von Gasanlagen. Ziel sei es, Versorgungssicherheit und Energiewende in Einklang zu bringen, so Merz.

Seine Aussagen deuten auf eine mögliche Verzögerung des deutschen Kohleausstiegs hin. Mit dem Fokus auf Gaskraft und zukünftige Kernforschung könnte Merz die Energiepläne des Landes neu prägen. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, Klimaziele mit der Aufrechterhaltung eines stabilen Stromnetzes zu vereinen.

Quelle