Neue Stiftungs-Praxis in Thüringen kämpft gegen den Ärztemangel auf dem Land
Adriana HaufferEine weitere Stiftungspraxis in Thüringen startet - Neue Stiftungs-Praxis in Thüringen kämpft gegen den Ärztemangel auf dem Land
Im Oktober eröffnet in Gräfentonna (Thüringen) eine neue Arztpraxis in Trägerschaft einer Stiftung. Das Vorhaben soll die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen verbessern, wo der Ärztemangel weiterhin eine Herausforderung darstellt. Es handelt sich um die zwanzigste Praxis dieser Art, die seit Gründung der Stiftung im Jahr 2009 ins Leben gerufen wurde.
Die Praxis in Gräfentonna, die im Landkreis Gotha liegt, folgt einem Modell, bei dem Ärztinnen und Ärzte die Möglichkeit haben, die Praxis später zu übernehmen oder langfristig als Angestellte zu bleiben. Dieser Ansatz ermöglicht es ihnen, Erfahrung in der Praxisführung zu sammeln, während sie sich auf die Leitung einer eigenen Einrichtung vorbereiten. Bisher wurden rund ein Dutzend ehemaliger Stiftungs-Praxen erfolgreich an die dort tätigen Mediziner übergeben.
Aktuell werden in Thüringen etwa 110 Hausarztpraxen zur Übernahme angeboten. Trotz Bemühungen, diese Lücken zu schließen, äußerte Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) Zweifel, ob alle vakanten Stellen langfristig besetzt werden können. Die Initiative der Stiftung wächst dennoch weiter und bietet Ärztinnen und Ärzten in unterversorgten Regionen einen strukturierten Weg.
Die neue Praxis wird im Oktober ihre Türen öffnen und das Netzwerk der stiftungsgeförderten Einrichtungen erweitern. Die dort tätigen Mediziner erhalten die Option, die Praxis später zu übernehmen oder als Angestellte zu bleiben. Dieses Modell schafft Stabilität und trägt gleichzeitig zur Bewältigung des anhaltenden Mangels an Landärzten bei.
