Neues Schwimmabzeichen 'Kleiner Seestern' fördert Inklusion für Kinder mit Behinderungen
Hilda Dussen vanInklusion im Schwimmbad: Verbände bieten "Seestern" - Neues Schwimmabzeichen 'Kleiner Seestern' fördert Inklusion für Kinder mit Behinderungen
Drei deutsche Bundesländer haben ein neues Schwimmabzeichen für Kinder mit Behinderungen eingeführt. Das 'Kleiner Seestern' genannte Abzeichen folgt ähnlichen Initiativen von Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, die das inklusive Schwimmen fördern sollen. Die Maßnahme wurde auf einer gemeinsamen Jugendsportevent in Unna am 24. und 25. Januar 2026 vorgestellt.
Das 'Kleiner Seestern'-Abzeichen unterscheidet sich vom traditionellen 'Seepferdchen' dadurch, dass es auf kleine, erreichbare Schritte setzt. Es umfasst vier Stufen und belohnt Fähigkeiten wie das Öffnen der Augen unter Wasser oder das Schwimmen von 12,5 Metern in flachem Wasser. Die Organisatoren hoffen, dass dieser Ansatz mehr Kinder zum Mitmachen motiviert.
Das Programm greift ein größeres Problem auf: Eine Umfrage aus dem Jahr 2022 zeigte, dass jedes fünfte Kind in Deutschland nicht schwimmen kann. Durch die strukturierte Anerkennung soll das Abzeichen das Selbstvertrauen und die Teilhabe von Kindern mit Behinderungen stärken.
Jan Pommer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Schwimm-Verbands, betonte, dass inklusive Projekte wie dieses insgesamt mehr Kinder zum Schwimmen bringen. Idriss Gonschinska, Leiterin des Deutschen Behindertensportverbands, bezeichnete das Abzeichen als 'Erfolgsgeschichte' und äußerte die Hoffnung, dass es bundesweit übernommen werde.
Das neue Abzeichen bietet Kindern mit Behinderungen einen klaren Weg zum Schwimmerfolg. Mit vier aufeinander aufbauenden Stufen werden selbst kleine Fortschritte gewürdigt. Die Initiative spiegelt die wachsenden Bemühungen wider, das Schwimmen in ganz Deutschland zugänglicher zu machen.
