Norbert Himmler bleibt trotz Kritik eine zweite Amtszeit ZDF-Intendant
Berndt MitschkeNorbert Himmler bleibt trotz Kritik eine zweite Amtszeit ZDF-Intendant
Norbert Himmler bleibt nach einer einstimmigen Entscheidung des Rundfunkrats für eine weitere Amtszeit Intendant des ZDF. Seine Wiederbestellung erfolgt trotz anhaltender Kritik an der Ausrichtung des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder. Damit verlängert sich seine Amtszeit, die 2022 begann, nach Jahren in zentralen Programmbereichen.
Himmler blickt auf eine lange Karriere beim ZDF zurück, die 1998 als Volontär begann. Zuvor hatte er bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter für den Sender gearbeitet. Im Laufe der Jahre stieg er auf, arbeitete als Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und übernahm später die Leitung der Fiction-Abteilung. Zudem war er maßgeblich am Start von ZDFneo beteiligt, des digital ausgerichteten Spartenkanals des Senders.
2014 sorgte Himmler als Programmdirektor für Aufsehen, als er die langjährige Primetime-Unterhaltungsshow Wetten, dass..? absetzte. Doch bereits 2021 holte er die Sendung zurück – zunächst als Programmdirektor, später als Intendant. Die Rückkehr markierte einen strategischen Kurswechsel des ZDF unter seiner Führung.
Seine Wiederbestellung am Freitag traf auf keinen nennenswerten Widerstand. Trotz Kontroversen, etwa über die Zukunftsfähigkeit des ZDF oder die Debatte um die KI-Bilder, sprach sich der Rundfunkrat ohne Zögern für ihn aus. Himmlers Jahresgehalt beträgt 372.000 Euro – ein Spiegel seiner verantwortungsvollen Position im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort Politikwissenschaft und Germanistik. Seine langjährige Tätigkeit beim ZDF war geprägt von prominenten Absetzungen und riskanten Revivals, die das heutige Profil des Senders mitgeprägt haben.
Mit Himmlers zweiter Amtszeit als Intendant setzt das ZDF auf Kontinuität in der Führung. Der Sender wird seinen bisherigen Kurs beibehalten, auch wenn die Diskussionen über Programm und öffentliches Image anhalten. Seine Wiederbestellung unterstreicht zudem das Vertrauen des Rundfunkrats in seine Vision – trotz vergangener Kontroversen.