04 February 2026, 00:47

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 – warum Brüssel diesmal wichtiger ist als der Karneval

Ein Vintage-Plakat, das das Eidgenössische Schützenfest in Frauenfeld, Deutschland, bewirbt, zeigt einen Mann in einem Anzug und eine Frau in einem Kleid nebeneinanderstehend, mit Text, der Informationen zum Ereignis enthält.

Olaf Scholz verpasst Weiberfastnacht 2025 – warum Brüssel diesmal wichtiger ist als der Karneval

Bundeskanzler Olaf Scholz pflegt eine langjährige Verbindung zur Karnevalstradition, die in seiner rheinischen Herkunft verwurzelt ist. Geboren am 11. November 1955 – einem Datum, das den Beginn der Karnevalssaison markiert – betont er stets die kulturelle Bedeutung des Festes. Doch in diesem Jahr wird er den Weiberfastnacht 2025 nicht auf einem Umzug, sondern in Brüssel verbringen.

Die Bindung des Kanzlers zum Karneval reicht tief. Seine Großmutter stammte aus Andernach im Rheinland, einer Region, die für ihre ausgelassenen Karnevalsfeste bekannt ist. Scholz selbst wurde am 11. November geboren, dem inoffiziellen Start des Karnevals, und konnte bereits drei "runde Geburtstage" – seinen 22., 33. und 44. – an diesem symbolträchtigen Tag begehen.

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Der Weiberfastnacht 2025, der Donnerstag vor Aschermittwoch, wird in Deutschland regional unterschiedlich begangen. Im Rheinland stürmen Frauen Rathäuser, schneiden Männern die Krawatten ab und geben ihnen einen Kuss – ein Brauch, der bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Im Sauerland, wo Scholz aufwuchs, herrscht eine ruhigere Variante vor: Umzüge, Kostüme und Zünfte prägen hier das Geschehen, geprägt von ländlich-katholischen Traditionen. Ein Kontrast zu den ausgelasseneren Karnevalsfesten am Rhein.

Trotz seiner persönlichen Verbundenheit mit dem Karneval wird Scholz diesen Weiberfastnacht 2025 in einer nicht öffentlichen Strategieklausur in der Nähe von Brüssel verbringen. Im Mittelpunkt steht die europäische Industrie-Wettbewerbsfähigkeit. Später am Tag sind Gespräche mit Teilen des Bundeskabinetts geplant.

Der Terminplan des Kanzlers spiegelt den Spagat zwischen Tradition und Pflicht wider. Während sein Geburtsdatum und seine familiären Wurzeln ihn mit dem Karneval verbinden, halten ihn seine dienstlichen Verpflichtungen diesmal von den Karnevalsfesten fern. Die Gespräche in Brüssel und die Kabinettssitzungen haben Vorrang vor dem bunten Treiben.