Ostdeutschlands politische Erdbeben: Wie Thüringen und Sachsen die Republik verändern
Adriana HaufferDie AfD, die NSDAP und andere italienische Angelegenheiten - Ostdeutschlands politische Erdbeben: Wie Thüringen und Sachsen die Republik verändern
Die AfD, die NSDAP und andere italienische Angelegenheiten
Die AfD, die NSDAP und andere italienische Angelegenheiten
Die AfD, die NSDAP und andere italienische Angelegenheiten
- November 2025, 15:00 Uhr
In Deutschlands politischer Landschaft zeichnen sich deutliche Verschiebungen ab – besonders in den ostdeutschen Bundesländern. Aktuelle Entwicklungen in Thüringen, Brandenburg und Sachsen zeigen instabile Koalitionen, Minderheitsregierungen und überraschende Bündnisse. Der Stern-Kolumnist Martin Debes, selbst Thüringer, argumentiert, dass diese Trends mittlerweile bundesweite Politik prägen – geprägt von zerbrechenden Koalitionen, Rekordverschuldung und wachsenden Spannungen.
2014 schrieb Thüringen Geschichte, als Bodo Ramelow von Die Linke als erster Ministerpräsident des Landes gewählt wurde. Seine linksgerichtete Koalition verfügte über eine knappe Mehrheit von einem Sitz und wurde erst im zweiten Wahlgang bestätigt. Ramelows Regierung arbeitete zunächst reibungslos, begünstigt durch eine starke Wirtschaft und kräftige Exporte – selbst als sie später von der rechtsextremen AfD geduldet wurde.
Die ostdeutschen Bundesländer sind zu einem Spiegelbild der bundesweiten politischen Fragilität geworden. Mit Minderheitsregierungen, wechselnden Allianzen und wirtschaftlichem Druck werden die anstehenden Wahlen zeigen, ob sich diese Muster verfestigen. Vorerst verschwimmen die Grenzen zwischen Landes- und Bundespolitik zunehmend.
