„Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Abschied von Stuckrad-Barres Bühnenleben und Lindenbergs stillem Beistand
Adriana HaufferLetzter Vorhang für Stuckrad-Barres 'Panikherz' an der Thalia - „Panikherz“ am Thalia Theater: Ein Abschied von Stuckrad-Barres Bühnenleben und Lindenbergs stillem Beistand
Eine langjährige Freundschaft zwischen dem Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre und der Rocklegende Udo Lindenberg steht derzeit im Mittelpunkt Hamburgs. Die Bühnenadaption von Stuckrad-Barres autobiografischem Roman 'Panikherz' im Thalia Theater begeistert das Publikum seit der Premiere im Jahr 2018. Nach Jahren erfolgreicher Aufführungen bereitet sich die Inszenierung nun auf ihren letzten Vorhang vor.
Das Stück bringt Stuckrad-Barres Leben auf die Bühne, wobei mehrere Schauspieler die Rolle des 'Stuckiman' verkörpern – ein liebevoller Spitzname, den Lindenberg dem Autor verliehen hat. Unter der Regie von Christopher Rüping präsentierte die Produktion ein wechselndes Ensemble, das jeweils eigene Facetten der Figur einbrachte.
Seit der Uraufführung hat 'Panikherz' über 30.000 Zuschauer in 46 Vorstellungen angezogen. Lindenberg selbst gab sich bei der Premierenfeier die Ehre, blieb jedoch weitgehend stumm und verfolgte das Geschehen von der Bühne aus, ohne selbst aufzutreten. Die letzte Vorstellung findet am kommenden Montag im Thalia Theater statt und markiert damit das Ende einer Spielzeit, die sich mit Themen wie Freundschaft, Kunst und persönlichen Kämpfen aus der Perspektive von Stuckrad-Barres Werk auseinandergesetzt hat.
Die Adaption von 'Panikherz' gewährt dem Publikum einen Einblick in die besondere Verbindung zweier prägender Figuren der deutschen Kultur. Mit der anstehenden letzten Aufführung hinterlässt die Produktion ein Erbe aus ausverkauften Häusern und einer einzigartigen Verbindung von Literatur und Theater.
