Philipp Raimund holt überraschend Gold bei Olympia 2026 in Predazzo
Reingard FaustPhilipp Raimund holt überraschend Gold bei Olympia 2026 in Predazzo
Deutschland holt Gold im Normalschanzen-Springen bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Predazzo, Italien
Der Sieg gelang dank Philipp Raimund, einem 25-jährigen Springer aus Oberstdorf, der die Konkurrenz mit drei starken Sprüngen deutlich distanzierte.
Philipp Raimund, der für den SC Allgäu an den Start ging, galt vor dem Wettbewerb als Außenseiter. Noch vor wenigen Wochen hatte er beim Weltcup in Willingen lediglich den 18. Platz belegt – weit hinter seinen Teamkollegen Karl Geiger, Felix Hoffmann und Andreas Wellinger. Doch in Predazzo lieferte er die beste Leistung seiner Saison ab.
Raimund dominierte von Beginn an und setzte mit Sprüngen auf 100 Meter und 104,5 Meter in den ersten beiden Durchgängen ein klares Zeichen. Sein finaler Sprung auf 106,0 Meter – der weiteste des Tages – sicherte ihm schließlich die Führung. Domen Prevc aus Slowenien, der nach zehn Weltcup-Siegen und dem Triumph bei der Vierschanzentournee in dieser Saison als Topfavorit galt, kämpfte mit unbeständigen Leistungen und landete auf den Plätzen vier, zehn und 21.
Raimunds Triumph markiert eine spektakuläre Wende. Nicht nur gewann er jede Runde, sondern hielt Prevc in jedem Durchgang auf Distanz. Obwohl er im Finaldurchgang nur Zweiter wurde, reichten seine vorherigen Punktzahlen für den Goldsieg.
Der Erfolg bestätigt Raimunds beste Form zum perfekten Zeitpunkt. Seine Leistung steigert Deutschlands Medaillenspiegel in Predazzo und beendet Prevc' Vorherrschaft in dieser Disziplin. Gleichzeitig unterstreicht das Ergebnis Raimunds rasante Entwicklung seit seinen früheren Rückschlägen im Weltcup.
