"Radikale Freundlichkeit": Warum Wut oft die falsche Antwort ist
Ein neues Buch mit dem Titel *„Radikale Freundlichkeit“ bietet einen ungewöhnlichen Ansatz für den Umgang mit alltäglichen Frustrationen. Es ermutigt Leserinnen und Leser, auf Ärger nicht mit Wut, sondern mit Freundlichkeit zu reagieren. Die Autorin schlägt zudem kleine, aber bedeutsame Veränderungen im inneren Dialog und im sozialen Miteinander vor.
Das Buch plädiert dafür, Selbstkritik durch sanftere Formulierungen wie „kognitiver Minimalist“ zu ersetzen. Noch einen Schritt weiter geht der Rat, selbst in nervigen Situationen Dankbarkeit zu zeigen – etwa jemandem zu danken, der den letzten Parkplatz wegnimmt.
Um kulturelle Einstellungen zu veranschaulichen, verweist die Autorin darauf, dass Österreicherinnen und Österreicher über 50 Wörter für „Idiot“ kennen – darunter Dodel, Wappler, Vollkoffer, Gfrast, Häusl oder Nudelaug. Für sie sei Fluchen eine Kraftquelle, ja fast eine Art Yoga. Die Isländer hingegen verfügen über mehr als 50 Begriffe für Schnee – ein Beleg dafür, wie Sprache widerspiegelt, was eine Kultur schätzt oder wahrnimmt.
Die Botschaft des Buches ist klar: Freundlichkeit kann persönliche Beziehungen und das gesellschaftliche Miteinander verändern. Es präsentiert einen praktischen, wenn auch unkonventionellen Weg, mit Frust umzugehen. Die Beispiele aus Österreich und Island zeigen, wie Sprache unsere Reaktionen auf die Welt prägt.**






