21 April 2026, 00:19

Rekordbeteiligung beim Münchner Marsch für das Leben – Proteste und Blockaden

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, einige halten Kameras, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Rekordbeteiligung beim Münchner Marsch für das Leben – Proteste und Blockaden

Tausende versammelten sich am Samstag in München zum sechsten jährlichen Marsch für das Leben. Die Veranstaltung verzeichnete die bisher größte Teilnehmerzahl – die Schätzungen der Organisatoren und der Polizei gingen jedoch auseinander: Sie lagen zwischen 4.500 und 7.000 Menschen.

Gegen den Marsch protestierten etwa 1.500 Gegendemonstranten, die ebenfalls auf die Straße gingen. Die Stimmung eskalierte kurzzeitig, als einige Aktivisten eine Route blockierten und so eine 45-minütige Verzögerung verursachten.

Der Marsch begann wie geplant, wobei die Teilnehmer für das forderten, was sie als eine "Kultur des Lebens" bezeichneten. Viele trugen Plakate gegen Abtreibung, während Redner betonten, menschliches Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützen zu müssen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, bekräftigte während der Veranstaltung die langjährige Position ihrer Organisation.

Als der Zug durch die Stadt zog, setzten sich Gegendemonstranten auf die Straße und blockierten den Marsch für fast eine Stunde, bis die Polizei eingriff. Trotz der Störung werteten die Organisatoren die hohe Beteiligung später als Erfolg und brachten sie mit den aktuellen Debatten über Abtreibungsrechte in Verbindung.

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Mehrere römisch-katholische Bischöfe hatten die Veranstaltung im Vorfeld öffentlich unterstützt; ihre Grußbotschaften wurden der Menge verlesen. Die Organisatoren kündigten zudem an, dass der nächste Marsch für das Leben am 19. September sowohl in Berlin als auch in Köln stattfinden werde.

Der Münchner Marsch endete ohne weitere Zwischenfälle, doch die Verzögerung unterstrich die tiefen Gräben in dieser Frage. Während die Organisatoren die Rekordbeteiligung als Zeichen wachsenden Zuspruchs für ihre Sache deuteten, machten die Gegendemonstranten deutlich, dass sie die Botschaft der Veranstaltung entschieden ablehnen.

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