Rekordverdächtiges Eisbaden auf Wangerooge: Hunderte trotzen eisiger Nordsee
Hilda Dussen vanSchwimmer trotzen eiskaltem Weserwasser - Rekordverdächtiges Eisbaden auf Wangerooge: Hunderte trotzen eisiger Nordsee
Neujahrstradition auf Wangerooge: Hundertfaches Eisbaden trotz eisiger Kälte
Eine langjährige Tradition zum Neujahrstag ist in diesem Jahr auf die Nordseeinsel Wangerooge zurückgekehrt. Das jährliche Neujahrs-Eisbaden, das nun bereits zum 49. Mal stattfand, lockte trotz frostiger Bedingungen Hunderte mutige Teilnehmer an. Die Veranstalter verzeichneten sogar noch höhere Zahlen als beim bisherigen Rekord von 295 Schwimmern – und einem Hund –, die sich im vergangenen Jahr ins eiskalte Wasser gewagt hatten.
Die von der örtlichen Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) organisierte Aktion sah sich harter Winterwetterbedingungen gegenüber. Die Wassertemperatur lag bei nur 4,5 °C, auf der Oberfläche trieben Eisschollen. Starke Strömungen erhöhten die Gefahr, weshalb die Veranstalter Begleitboote mit Rettungskräften einsetzten, um die Schwimmer zu sichern.
Einige Teilnehmer kämpften mit der Kälte und mussten den Parcours vorzeitig aufgeben. Rettungsteams zogen sie aus dem Wasser, sodass es zu keinen schweren Zwischenfällen kam. Unterdessen wurde ein ähnliches Eisbaden in Norden wegen vorhergesagter stürmischer Winde abgesagt – Wangerooge blieb damit der Hauptschauplatz der eisigen Herausforderung.
Anderswo, in Weyhe, begingen 25 Menschen den Silvesterabend mit einem etwa 4,5 Kilometer langen Schwimmen in der Weser. Zwar kleiner im Umfang, doch mit demselben Durchhaltegeist gegen die winterliche Kälte.
Das Neujahrsschwimmen auf Wangerooge bleibt ein Test der Widerstandskraft und zieht Jahr für Jahr Scharen von Teilnehmern an. Dank umfassender Sicherheitsvorkehrungen sorgten die Organisatoren dafür, dass die Tradition trotz extremer Kälte sicher fortgeführt werden konnte. Nächstes Jahr wird die Veranstaltung voraussichtlich noch mehr Mutige anlocken, die das neue Jahr mit einem eisigen Sprung ins Wasser begrüßen möchten.
