Sachsen-Anhalt verzeichnet 308-Prozent-Anstieg ausländischer Arbeitskräfte in zehn Jahren
Hilda Dussen vanSachsen-Anhalt verzeichnet 308-Prozent-Anstieg ausländischer Arbeitskräfte in zehn Jahren
Zahl ausländischer Beschäftigter in Sachsen-Anhalt stark gestiegen
In Sachsen-Anhalt hat sich die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte im vergangenen Jahrzehnt deutlich erhöht. Zwischen 2015 und 2025 stieg sie um 308 Prozent – allein von Juni 2024 bis Juni 2025 kamen 5.560 zusätzliche sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ausländer hinzu. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, hat nun Unternehmen aufgefordert, vermehrt internationale Fachkräfte einzustellen.
Sachsen-Anhalt verzeichnet unter den ostdeutschen Bundesländern zwischen 2020 und 2025 das stärkste Wachstum bei ausländischen Beschäftigten. Mittlerweile stammen fast 9 Prozent aller Arbeitnehmer in der Region aus dem Ausland. Die Zahl der Betriebe, die ausländische Arbeitskräfte beschäftigen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt – aktuell stellt jedes vierte Unternehmen internationale Mitarbeiter ein.
Größere Unternehmen rekrutieren dabei häufiger im Ausland. Dennoch beschäftigen fast drei Viertel der Betriebe in der Region weiterhin keine ausländischen Arbeitskräfte. Die Integration internationaler Fachkräfte gilt als zentraler Schlüssel, um den anhaltenden Fachkräftemangel in der Region zu bekämpfen.
Die Belegschaft in Sachsen-Anhalt wird zunehmend vielfältiger. Angesichts des wachsenden Anteils ausländischer Beschäftigter werden Unternehmen ermutigt, dieses Potenzial stärker zu nutzen. Der Trend spiegelt sowohl die Nachfrage nach Arbeitskräften als auch die wachsende Bedeutung internationaler Mitarbeiter für die Wirtschaft Sachsen-Anhalts wider.






