Schloss Reinhardsbrunn wird vom Fürstensitz zum öffentlichen Juwel transformiert
Hilda Dussen vanSchloss Reinhardsbrunn: Suche nach potenziellen Investoren - Schloss Reinhardsbrunn wird vom Fürstensitz zum öffentlichen Juwel transformiert
Schloss Reinhardsbrunn, einst eine prächtige fürstliche Residenz, öffnet sich langsam für die Öffentlichkeit. Seit 2021 hat das Land bereits knapp 9 Millionen Euro in Notinstandsetzungen und den Erhalt des Anwesens investiert. Nun sollen aus dem historischen Ensemble Räume für alle entstehen.
Der Wandel begann 2025, als die Schlosskapelle und der Park erstmals für Besucher zugänglich gemacht wurden. Die im vergangenen Jahr restaurierte und wiedereröffnete Kapelle dient dabei als Vorbild dafür, wie das gesamte Anwesen genutzt werden könnte. Seither laufen Stabilisierungsarbeiten in allen Gebäuden: Dächer werden saniert, längst vergessene architektonische Details kommen ans Licht.
Ein öffentlicher Ideenwettbewerb brachte 55 Vorschläge für die Zukunft des Schlosses hervor – von einem Boutique-Hotel mit Gästehäusern über eine Einrichtung für Erwachsenenbildung bis hin zu Gastronomie und Veranstaltungsorten. Zwar steht noch keine endgültige Entscheidung fest, doch das Ziel ist klar: Reinhardsbrunn soll vom privaten Rückzugsort zu einem öffentlichen Wahrzeichen werden.
Auch der historische Schlosspark wird wiederbelebt. Fachleute restaurieren den englischen Landschaftsgarten, pflanzen Bäume nach und bewahren seinen ursprünglichen Charakter. Parallel sucht die Landesentwicklungsgesellschaft LEG Thüringen nach Investoren und Betreibern, um die nächste Projektphase umzusetzen.
Wie genau die langfristige Nutzung des Schlosses aussehen wird, ist noch offen. Doch mit Millioneninvestitionen in Stabilisierung und Erhalt rückt die Vision eines Ortes für die Gemeinschaft näher. Die endgültige Gestalt von Reinhardsbrunns Zukunft hängt nun von weiterer Planung und finanzieller Unterstützung ab.
