Schmalkalden-Meiningen treibt Digitalisierung der Verwaltung voran – weniger Bürokratie, mehr Effizienz
Hilda Dussen vanSchmalkalden-Meiningen treibt Digitalisierung der Verwaltung voran – weniger Bürokratie, mehr Effizienz
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen unterstützt einen BundespLAN zur Modernisierung der Verwaltungsdienstleistungen durch Digitalisierung. Landrätin Peggy Greiser betonte, dass die Änderungen den Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen sowie Kommunen spürbare Vorteile bringen müssten. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Initiative, um Bürokratie abzubauen und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen.
Die Haltung des Landkreises deckt sich mit den Forderungen des Deutschen Landkreistags (DLT), der weniger Meldepflichten, vereinfachte Planungs- und Vergaberegeln sowie einheitliche digitale Systeme fordert. Sowohl der Landkreis als auch der DLT zeigen sich jedoch skeptisch, ob sich die Probleme allein durch eine verstärkte Nutzung von "Genehmigungsfiktionen" lösen lassen – ohne die zugrundeliegenden strukturellen Defizite zu beheben.
Zu den zentralen Vorschlägen gehören die Einführung einer digitalen Bauakte, der schrittweise Verzicht auf Papierakten sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur. Der Landkreis setzt sich zudem dafür ein, die Bürokratie durch engere Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu verschlanken. Um Kosten zu sparen, werden gemeinsame Beschaffungsverfahren und ein zentrales Lizenzmanagement-System vorgeschlagen – finanziert durch den Bund.
Greiser unterstrich die Notwendigkeit einer engen Abstimmung mit den kommunalen Gremien, um die Reformen erfolgreich umzusetzen. Der Landkreis lehnt zersplitterte Zuständigkeiten ab und plädiert stattdessen für einheitliche Softwarelösungen, spezialisierte Werkzeuge und bessere vernetzte Behördensysteme. Zudem unterstützt er die Position des DLT in der Fachkräfteeinwanderung und verknüpft die Digitalisierung mit lokalen Beratungsangeboten und zentralen Anlaufstellen.
Unterdessen testen Bayern, Hessen und der Bund bereits digitale Neuerungen; bis Ende 2026 sollen fünf Online-Dienstleistungen bundesweit eingeführt werden. Zwar wurden für Schmalkalden-Meiningen noch keine konkreten Projekte bekannt gegeben, doch der Landkreis hat sich bereit erklärt, an Pilotvorhaben teilzunehmen.
Ziel der Modernisierungsbestrebungen ist es, behördliche Abläufe schneller und effizienter zu gestalten. Das Engagement von Schmalkalden-Meiningen könnte mitbestimmen, wie digitale Services flächendeckend eingeführt werden. Im Fokus bleibt für den Landkreis, dass die Veränderungen die Arbeitsbelastung verringern und den Zugang für alle Beteiligten erleichtern.
