Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende ab – Politiker wirft ihr politische Voreingenommenheit vor
Adriana HaufferSchulleiterin lehnt 150-Euro-Spende ab – Politiker wirft ihr politische Voreingenommenheit vor
Eine Schulleiterin in Bremerhaven lehnte eine Spende von 150 Euro eines lokalen Politikers für Schwimmkurse ab. Das Geld sollte die Unterrichtskosten decken, doch die Direktorin gab es umgehend zurück. Der Politiker Jan Timke warf der Schule später vor, sie stelle politische Erwägungen über die Bedürfnisse der Kinder.
Jan Timke, konservatives Mitglied des Bremer Landtages, hatte die Finanzierung der Kurse angeboten, nachdem bekannt geworden war, dass der Schule die benötigten 150 Euro fehlten. Er ist zudem Gründer der Gruppe Bürger in Wut, die heute Teil des Bündnis Deutschland ist – einer Partei, die derzeit nur im Bremer Parlament vertreten ist.
Die Schulleiterin lehnte die Spende ab und teilte Timke mit, man habe bereits einen anderen Geldgeber gefunden. Sie erstattete ihm die 150 Euro sofort. Timke kritisierte daraufhin, sie lasse ihre persönliche politische Haltung in die Entscheidung einfließen und setze die Interessen der Kinder hintan.
Als Reaktion rief Timke gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven dazu auf, sich bei ihm zu melden, falls sie das Geld für einen sinnvollen Zweck benötigten. Zudem warf er Schulen vor, zunehmend politisiert zu sein, sodass Spenden nach den politischen Verbindungen der Geber bewertet würden.
Die 150 Euro bleiben ungenutzt. Timkes Angebot, die Mittel an andere lokale Einrichtungen weiterzuleiten, steht weiterhin. Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen politischer Gesinnung und öffentlichem Auftrag in der Region.






