Sechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers – doch die Stadt ist machtlos
Adriana HaufferSechster Protest für Wiedereröffnung des geschlossenen Südstadt-Centers – doch die Stadt ist machtlos
Anwohner haben zum sechsten Mal gegen die Schließung des Südstadt-Centers protestiert und dessen Wiedereröffnung gefordert. Das Einkaufszentrum war im Februar wegen schwerwiegender Brandschutzmängel geschlossen worden. Unter den Demonstranten befand sich auch Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt, der einräumte, keine schnelle Lösung versprechen zu können.
Die Stadt hatte das Südstadt-Center vor fünf Monaten sperren lassen, nachdem Inspektoren gravierende Sicherheitsmängel festgestellt hatten. Behörden warnten, ein Brand hätte insbesondere unter älteren Besuchern tödlich enden können. Die untere Bauaufsichtsbehörde hatte diese Risiken bereits im vergangenen Jahr aufgezeigt.
Seit der Schließung hat die Vandalismusrate in der Gegend stark zugenommen. Erst kürzlich wurden Diebe gefasst, die Kupferkabel gestohlen hatten – ein weiteres Zeichen für die wachsende Besorgnis. Die Stadt drängt auf eine Wiedereröffnung des Centers, hat jedoch keine Befugnis, den Eigentümer zum Handeln zu zwingen. Ohne dessen Mitwirkung sind sowohl eine Wiedereröffnung als auch ein Neubau unmöglich.
Mittlerweile bemüht sich ein zuständiger Mitarbeiter um die Gewinnung von Investoren. Falls das bestehende Gebäude nicht gerettet werden kann, hat ein potenzieller Geldgeber vorgeschlagen, in der Nähe einen kleineren Ersatzbau zu errichten. Doch vorerst bleibt das Center geschlossen – zur Frustration der Anwohner und mit wenigen Handlungsoptionen für die lokalen Verantwortlichen.
Die Zukunft des Südstadt-Centers bleibt trotz wiederholter Proteste und Bemühungen der Stadt ungewiss. Ohne die Mitarbeit des Eigentümers hängt eine Wiedereröffnung davon ab, neue Investoren zu finden. Bis dahin steht das Gebäude leer, und die Gemeinschaft fordert weiterhin Antworten.






