27 February 2026, 08:10

Sexistische Wellyou-Werbung löst in Bremen Empörung und Debatten aus

Eine Frau mit einem Pferdeschwanz, die ein weißes Bikini mit blauen und weißen Streifen trägt, schaut direkt in die Kamera, umgeben von Bildern von Menschen, modernen Gebäuden und fetter Schrift.

Sexistische Wellyou-Werbung löst in Bremen Empörung und Debatten aus

Eine umstrittene Werbekampagne des Fitnessstudio-Betreibers Wellyou hat scharfe Kritik wegen ihrer sexualisierten Inhalte auf sich gezogen. Innerhalb einer Woche gingen beim Deutschen Werberat Dutzende Beschwerden über Plakate und Videos ein, die nackte, durchtrainierte Personen beim Sport zeigten. Auch die Ausländerbehörde in Bremen wurde aufmerksam, nachdem Anwohner die Materialien zur möglichen Entfernung gemeldet hatten.

Wellyou hatte die Kampagne mit Bildern und Aufnahmen von fast unbekleideten Models beim Training gestartet. Das Unternehmen behauptete, die Werbung solle Stärke, Disziplin und Selbstvertrauen fördern. Kritiker hingegen warfen dem Unternehmen vor, die Darstellungen seien objektivierend und grenzten an Sexismus.

Der Deutsche Werberat, der Beschwerden prüft, aber keine Werbung direkt verbieten kann, urteilte, die Kampagne verstoße gegen die geltenden Standards. Allein im ersten Halbjahr 2025 untersuchte der Rat 196 Fälle und sprach in 28 Fällen offizielle Rügen aus. Erfahrungen zeigen, dass öffentliche Kritik Werbetreibende oft dazu bringt, ihre Strategie anzupassen.

In Bremen gibt es beim Landesfrauenbeauftragten ein Meldesystem für sexistische Plakate. Dort verzeichneten die Behörden einen Rückgang der Beschwerden seit 2017 – ein Zeichen für eine wachsende Ablehnung sexistischer Werbung in der Öffentlichkeit. Wellyou jedoch hat bereits in der Vergangenheit mit provokanten, sexualisierten Motiven in seiner Werbung Aufsehen erregt.

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Die Kontroverse zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen auffälliger Werbung und gesellschaftlichen Standards. Während Wellyou betont, die Kampagne sei nicht sexualisiert gemeint gewesen, stuften sowohl der Werberat als auch die Bremer Ausländerbehörde sie als sexistisch ein. Der Fall könnte eine genauere Prüfung der Marketingstrategien von Fitnessmarken nach sich ziehen.