23 December 2025, 10:25

SPD-Vorsitzender in Thüringen fordert höhere Grundrente für ostdeutsche Babyboomer

Zwei Frauen sitzen auf einem Sofa und halten Babys, mit Kissen drumherum, vor einer weißen Wand, mit einem Schreibtisch, Büchern und einer Zimmerpflanze links daneben.

SPD-Vorsitzender in Thüringen fordert höhere Grundrente für ostdeutsche Babyboomer - SPD-Vorsitzender in Thüringen fordert höhere Grundrente für ostdeutsche Babyboomer

Thüringens SPD-Chef fordert höhere Grundsicherung für ostdeutsche Babyboomer

Thüringens SPD-Chef fordert höhere Grundsicherung für ostdeutsche Babyboomer

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Thüringens SPD-Chef fordert höhere Grundsicherung für ostdeutsche Babyboomer

  1. Dezember 2025, 10:01 Uhr

Thüringens SPD-Landesvorsitzender Georg Maier setzt sich für eine Erhöhung der Grundrente für die ostdeutschen Babyboomer ein. Diese Beschäftigten, die nach der Wiedervereinigung in den Arbeitsmarkt eintraten, erhielten oft niedrige Löhne und verfügen selten über betriebliche Altersvorsorge. Viele sind heute auf die staatliche Grundsicherung angewiesen, um Altersarmut zu vermeiden.

Der Zuschlag zur Grundrente, 2021 eingeführt für Versicherte mit mindestens 33 Beitragsjahren, liegt in Thüringen im Schnitt bei nur 72 Euro. Damit steigt die Gesamtgrundrente auf etwa 1.100 Euro – ein Betrag, der deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Land verzeichnet derzeit die niedrigsten Rentenleistungen Deutschlands.

Maier betont, dass eine gerechtere Rentenpolitik längst überfällig sei, insbesondere für Ostdeutsche, die nach der Wende mit Karrierebrüchen und niedrigen Einkommen konfrontiert waren. Viele hätten ein Leben lang gearbeitet, stünden im Ruhestand nun aber vor finanziellen Schwierigkeiten. Die Reform würde nicht nur akute Not lindern, sondern auch die seit Jahrzehnten bestehenden Ungleichheiten zwischen Ost und West angehen. Unterstützung für den Vorstoß kommt angesichts wachsender Debatten über Rentengerechtigkeit. Dr. Thadäus König, Präsident des Thüringer Landtags, und Ministerpräsident Mario Voigt (beide CDU) haben sich bisher nicht öffentlich zur Initiative geäußert. Maier versichert, die Maßnahme sei finanzierbar und würde zu einem ausgewogeneren Rentensystem in ganz Deutschland beitragen.

Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, profitierten vor allem Thüringer Rentner, deren Bezüge derzeit bundesweit am niedrigsten ausfallen. Im Fokus steht eine Generation, die noch immer unter den wirtschaftlichen Folgen der Wiedervereinigung leidet. Nun müssen Politik und Verwaltung die finanziellen und sozialen Auswirkungen des Plans prüfen.