Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – und will 2029 allein regieren
Berndt MitschkeAfD-Landeschef Springer in Brandenburg bestätigt - Springer bleibt AfD-Chef in Brandenburg – und will 2029 allein regieren
René Springer bleibt weitere zwei Jahre Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg. Die Parteimitglieder bestätigten ihn am Wochenende mit großer Mehrheit in seinem Amt. Sein nächstes Ziel ist die absolute Mehrheit bei der Landtagswahl 2029.
Springer hatte den AfD-Landesvorsitz vor zwei Jahren übernommen. Diesmal erhielt er 82,3 Prozent der Stimmen – leicht mehr als die 82,1 Prozent bei der letzten Wahl. Seine Wiederwahl fällt in eine Phase wachsenden Einflusses der Partei im Land.
Die Landtagswahl 2024 markierte einen Wendepunkt für die AfD. Sie erreichte in einigen Regionen 13,9 Prozent und errang ihr erstes Direktmandat: Steffen Kubitzki gewann den Wahlkreis Spree-Neiße I mit nur sieben Stimmen Vorsprung gegen den langjährigen SPD-Ministerpräsidenten Dietmar Woidke. Doch die politischen Verschiebungen folgten rasant. Im Januar 2026 zerbrach die SPD-Koalition mit der BSW nach Überläufen. Im März 2026 bildete sich eine neue SPD-CDU-Regierung, die mit mehr Lehrkräften und strengeren Migrationsregeln die Unzufriedenheit der Wähler eindämmen wollte.
Nun hat Springer ein klares Ziel gesteckt: Nach 2029 soll die AfD Brandenburg allein regieren – ohne Koalitionspartner.
Der Aufstieg der AfD in Brandenburg hat die Landespolitik umgekrempelt. Springers Wiederwahl und sein Vorstoß für eine Alleinregierung deuten auf weitere politische Auseinandersetzungen hin. Die nächste Landtagswahl 2029 wird zeigen, ob die Partei ihre Ambitionen in die Tat umsetzen kann.