Spritpreise in Deutschland explodieren: Verband fordert dringende Steuerentlastungen
Reingard FaustVerband fordert befristete Kraftstoffsteuer-Senkungen - Spritpreise in Deutschland explodieren: Verband fordert dringende Steuerentlastungen
Die Thüringische Landesvereinigung Transport und Logistik hat die Bundesregierung scharf kritisiert, weil diese von den steigenden Spritpreisen profitiere. Nach Angaben des Verbands belasten die höheren Steuern auf Benzin und Diesel Autofahrer und Unternehmen unzumutbar. Nun fordert die Vereinigung dringende Maßnahmen, um die finanzielle Belastung zu verringern.
Im Februar 2026 blieben die Kraftstoffkosten in Deutschland auf hohem Niveau: Superbenzin (E5) kostete im Schnitt 1,81 € pro Liter – ein leichter Rückgang gegenüber 1,82 € im Vorjahresmonat. Diesel hingegen stieg auf 1,722 € pro Liter und lag damit über den vorherigen Werten. Im Jahresverlauf 2025 hatte Super E10 einen Durchschnittspreis von 1,688 € pro Liter, während Diesel bei 1,946 € pro Liter lag. Das entspricht einem deutlichen Anstieg von 3,5 % bei Benzin und 4,6 % bei Diesel – fast das Doppelte des EU-Durchschnitts. Der Verband führt die Preistreiber auf höhere Raffineriemargen, Steuern und Ölpreise zurück und weist darauf hin, dass 64 % des Benzinpreises und 56 % des Dieselpreises auf Steuern entfallen.
Die Vereinigung verlangt nun Sofortmaßnahmen zur Senkung der Spritkosten. Zu den Forderungen gehören eine Absenkung der Kraftstoffsteuern auf das EU-rechtlich zulässige Mindestmaß sowie ein Stopp der geplanten Erhöhung des CO₂-Preises. Zudem wird ein Modell für gewerblichen Diesel gefordert, um zu verhindern, dass steigende Transportkosten die Preise für Lebensmittel und Grundgüter weiter in die Höhe treiben.
Der Verband warnte die Regierung davor, als "Krisengewinnler" aufzutreten, indem sie von höheren Kraftstoffsteuern, Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer profitiere, während die Bürger mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpften.
Die Thüringische Landesvereinigung Transport und Logistik setzt sich für Steuerentlastungen und regulatorische Änderungen ein, um die Spritpreise zu drücken. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Argumentation, würden die Transportkosten weiter steigen – mit Folgen für Unternehmen und Verbraucher alike. Eine Reaktion der Bundesregierung auf die Forderungen steht bisher aus.