Stadt übernimmt Niederberg Süd-Ost und plant kreatives Wirtschaftszentrum auf altem Bergwerksgelände
Reingard FaustStadt übernimmt Niederberg Süd-Ost und plant kreatives Wirtschaftszentrum auf altem Bergwerksgelände
Die Stadt hat die volle Eigentümerschaft über das Gelände Niederberg Süd-Ost übernommen – ein zentraler Teil des ehemaligen Bergwerkskomplexes Schacht 1/2/5. Die Übertragung erfolgte im Rahmen eines Aufhebungsvertrags mit der RAG Montan Immobilien GmbH (RAG MI), wodurch das Unternehmen von seinen Entwicklungsverpflichtungen entbunden wurde. Nun soll das 120.000 Quadratmeter große Areal zu einem kreativen und wirtschaftlichen Zentrum umgestaltet werden.
Die Stadt hatte das Gelände Niederberg Süd-Ost bereits im März 2023 erworben. Zudem gehören ihr nun auch die verbleibenden Grünflächen und Straßen im fertiggestellten Wohnviertel Dicksche Heide. Dieser Schritt steht im Einklang mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept, das 2025 finalisiert und im Folgejahr vom Stadtrat beschlossen wurde.
Mit der Vereinbarung wurde die RAG MI von ihren verbleibenden städtebaulichen Pflichten entbunden. Die Stadt hat die Gebäude und Fördergerüste des Geländes übernommen, darunter auch die denkmalgeschützten Objekte, die für einen Weiterverkauf vorgesehen sind. Das nicht unter Denkmalschutz stehende Fördergerüst von Schacht 1 wird jedoch aufgrund hoher Instandhaltungskosten nicht erhalten bleiben.
Der Oberbürgermeister bestätigte, dass die Bemühungen zur Bewahrung und Präsentation des bergbaulichen Erbes fortgesetzt werden. Der Masterplan sieht eine Mischung aus Unternehmen, lokalem Einzelhandel und Gastronomie vor, um das ehemalige Industrieareal in einen lebendigen Gemeinschaftsraum zu verwandeln.
Die Stadt verfügt nun über die vollständige Kontrolle über das Gelände Niederberg Süd-Ost inklusive seiner historischen Bausubstanz. Die Entwicklungspläne konzentrieren sich darauf, ein kreatives und wirtschaftliches Zentrum zu schaffen, das gleichzeitig die bergbauliche Vergangenheit des Ortes würdigt. Als nächste Schritte stehen die Umnutzung der denkmalgeschützten Gebäude und die Ansiedlung neuer Unternehmen an.






