19 March 2026, 18:16

Steinmeier würdigt Ramadan als "Geschenk für die deutsche Gesellschaft"

Schwarz-weißes Foto eines großen Raums mit Tischen, Stühlen, Säulen, Gewölben und Kristallleuchtern, beschriftet mit "Festival der Gesellschaft der Freunde, Berlin" unten.

Steinmeier: "Ramadan gehört zum religiösen Leben unseres Landes" - Steinmeier würdigt Ramadan als "Geschenk für die deutsche Gesellschaft"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen in ganz Deutschland herzliche Wünsche zum Abschluss des Ramadan 2023 übermittelt. In seiner Botschaft würdigte er ihren Einsatz während des Fastenmonats und betonte die wachsende Bedeutung des Festes für die deutsche Gesellschaft. Der heilige Monat endet offiziell am Donnerstagabend und leitet damit die Feierlichkeiten zum Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, ein.

Steinmeier anerkannte die Herausforderungen der Fastenzeit und verwies darauf, dass 60 bis 70 Prozent der muslimischen Bevölkerung in Deutschland jährlich den Ramadan einhalten. Ihre Hingabe an Selbstdisziplin und Großzügigkeit bezeichnete er als "ein Geschenk für die Gesellschaft als Ganzes", insbesondere ihre langfristigen wohltätigen Bemühungen.

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Der Bundespräsident hob auch das Engagement muslimischer Gemeinden bei der Förderung des interreligiösen Dialogs hervor. Zwar gibt es keine offiziellen Statistiken über Moscheen, die ihre Türen für interreligiöse Veranstaltungen öffnen, doch Initiativen wie das Projekt Offene Moschee der Ahmadiyya-Gemeinde laden seit 2017 in Städten wie Berlin und Frankfurt Christen und andere zu gemeinsamen Iftar-Mahlzeiten ein. Im Jahr 2024–2025 weiteten DITIB-Moscheen in Köln und Düsseldorf diese Gespräche durch Kooperationen mit örtlichen Kirchen weiter aus.

Steinmeier nannte es eine "wunderbar großzügige Geste", dass Moscheen und Familien Nachbarn zu Ramadan-Feiern einladen. Solche Begegnungen, so der Präsident, ermöglichten es den Menschen, islamische Traditionen kennenzulernen und gleichzeitig die Verbindungen zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen und sozialen Gruppen zu stärken. Trotz globaler Spannungen äußerte er die Hoffnung, dass das Fest Momente der Einheit unter Familien und Freunden schaffen werde.

Der Ramadan ist zunehmend zu einem sichtbaren Bestandteil der religiösen Landschaft Deutschlands geworden und spiegelt die kulturelle Vielfalt des Landes wider.

Die Botschaft des Bundespräsidenten unterstreicht die Rolle muslimischer Gemeinden bei der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch gemeinsame Feiern. Mit dem Ende des Ramadan bereiten sich nun viele auf Eid al-Fitr vor und setzen die Traditionen der Nächstenliebe und Gastfreundschaft fort. Seine Worte machen zudem deutlich, wie interreligiöse Initiativen während des heiligen Monats zu einem besseren Verständnis in der deutschen Gesellschaft beitragen.

Quelle