29 January 2026, 02:12

Streit um Arbeitszeitreform: Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen wöchentliche Höchstgrenzen

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Mast mit einer Schildertafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, die zu protestieren scheinen.

Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen geplante Abschwächung des Arbeitszeitgesetzes - Streit um Arbeitszeitreform: Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen wöchentliche Höchstgrenzen

Die deutsche Bundesregierung drängt auf eine Reform des Arbeitszeitgesetzes noch vor Jahresende. Die geplanten Änderungen würden die Regelungen von einer täglichen Acht-Stunden-Obergrenze auf ein wöchentliches Höchstmaß umstellen. Bereits jetzt regt sich Widerstand aus Gewerkschaften und von den Grünen – mit Drohungen von Protesten und Streiks.

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD waren erstmals Pläne festgehalten worden, die aktuelle Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf acht Stunden abzuschaffen. Friedrich Merz und Arbeitgeberverbände hatten den Vorstoß für längere Arbeitszeiten lanciert und argumentieren, die Neuregelung käme insbesondere kleinen und mittleren Betrieben zugute – vor allem in Tourismus und Gastronomie. Christoph Ploß, der Beauftragte der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus, mahnt eine zügige Umsetzung der Reformen an.

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Die Gewerkschaften lehnen die Pläne entschieden ab. Robert Feiger, Vorsitzender der IG BAU, verteidigte den Acht-Stunden-Tag als zentralen Baustein der sozialen Gerechtigkeit. Frank Werneke, Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, warnte, die Änderungen würden es Arbeitgebern ermöglichen, Beschäftigte legal zu überlasten, ohne Rücksicht auf deren Gesundheit.

Ein konkreter Zeitplan für die Einführung der Reformen steht noch aus. Dennoch haben die Gewerkschaften bereits mit Arbeitskampfmaßnahmen gedroht, um die Änderungen zu blockieren.

Die geplanten Reformen würden eine grundlegende Wende in der Arbeitszeiterfassung bedeuten – weg von täglichen hin zu wöchentlichen Höchstgrenzen. Sollten die Änderungen beschlossen werden, könnten sie die Arbeitsbedingungen für Tausende Beschäftigte neu gestalten. Die Gewerkschaften bleiben bereit, sich mit Protesten und möglichen Streiks gegen die Pläne zur Wehr zu setzen.