Streitfoto von CDU und AfD in Sachsen-Anhalt löst politische Debatte aus
Adriana HaufferStreitfoto von CDU und AfD in Sachsen-Anhalt löst politische Debatte aus
Ein Foto des CDU-Landesvorsitzenden Guido Heuer und des AfD-Kandidaten Ulrich Siegmund bei einer Veranstaltung in Halberstadt hat eine politische Diskussion ausgelöst. Die Aufnahme warf Fragen zur Haltung der CDU gegenüber der AfD in Sachsen-Anhalt auf. Beide Politiker nahmen an einer vom Liberal-Mittelstandsverband organisierten Zusammenkunft teil, an der Vertreter mehrerer Parteien teilnahmen.
Auf dem Bild sind Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, und Heuer, Fraktionschef der CDU, jeweils mit eigenem Mikrofon zu sehen – ein Widerspruch zu Heuers späterer Aussage, es habe nur ein einziges Mikrofon gegeben.
Heuer ergriff nach einer Äußerung Siegmunds das Wort, woraufhin das umstrittene Foto entstand. Er bezeichnete die Situation als einen Moment der „politischen Konfrontation“ und nicht als Zeichen der Zusammenarbeit. Zugleich präzisierte er die Position seiner Partei: Man werde zwar klare Grenzen zur AfD ziehen, diese aber nicht vollständig ausgrenzen.
Dennoch schloss Heuer eine Koalition mit der AfD oder der Linken kategorisch aus. Siegmund wies seinerseits Spekulationen zurück, die CDU lockere ihre „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD auf.
Das Foto und die anschließenden Stellungnahmen lenkten den Fokus auf den Kurs der CDU in Sachsen-Anhalt. Heuers Linie bleibt deutlich: Keine Koalition mit der AfD, wenn auch ein politischer Austausch möglich bleibe. Die Debatte über die Abgrenzung der Parteien in der Region dürfte damit weitergehen.






