Stromnetze am Limit: Kommunen ringen um Lösungen für Erneuerbare und Speicher
Adriana HaufferStromnetze am Limit: Kommunen ringen um Lösungen für Erneuerbare und Speicher
Städte und Gemeinden stehen vor immer mehr Fragen zu Batteriespeichersystemen. Gleichzeitig belastet der steigende Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher die Netze. Dies hat zu dringenden Diskussionen über die Strominfrastruktur geführt.
Kürzlich trafen sich in Emmendingen Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen, Landkreisen und Behörden. Der Regionalverband Südlicher Oberrhein hatte das Treffen organisiert, um die Herausforderungen beim Ausbau der Stromnetze zu erörtern. Große regionale Netzbetreiber nahmen teil und wiesen auf die wachsende Belastung des Systems hin.
Zwar nimmt die Zahl der Wind- und Solarenergieanlagen zu, doch die Netzkapazitäten können nicht mithalten. Einige neue Erneuerbare-Energien-Anlagen können nicht ans Netz angeschlossen werden, und Unternehmen riskieren, dass sie notwendige Anschlüsse nicht erhalten. Die Netzinfrastruktur kommt mit dem Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren und der Nachfrage nicht mit.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbandes, betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung. Er forderte eine Synchronisierung von Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch. Der Regionalrat Freiburg kündigte zudem an, Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Ein zentrales Thema war auch der Ausbau großer Batteriespeicher – doch auch diese stellen zusätzliche Anforderungen an das Netz.
Das Treffen unterstrich die Dringlichkeit, die Netzkapazitäten auszubauen, um die Erneuerbaren Energien und die steigende Nachfrage zu unterstützen. Schnellere Genehmigungsverfahren und eine abgestimmte Planung haben nun Priorität. Ohne diese Maßnahmen könnten neue Energieprojekte und Unternehmen mit weiteren Verzögerungen rechnen.
