Studierende entwerfen lebendige Zukunft für das Gefängnis Rennelberg in Braunschweig
Hilda Dussen vanStudierende entwerfen lebendige Zukunft für das Gefängnis Rennelberg in Braunschweig
Studierende der Technischen Universität Braunschweig haben neue Entwürfe für das Gelände des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg präsentiert. Ihre Vorschläge verwandeln das Areal in einen lebendigen urbanen Raum, der Denkmalschutz mit modernem Wohnen verbindet. Die Konzepte sind noch bis zum 20. Mai im Rathaus ausgestellt.
Bei dem Wettbewerb wurden drei Siegerentwürfe prämiert. Franziska Heininger und Johannes Quirin erhielten den ersten Platz mit "Von Mauern zu Gemeinschaft: Die Umgestaltung des ehemaligen Gefängnisses Rennelberg". Ihr Design setzt auf die Integration der Gemeinschaft und die nachhaltige Umnutzung der historischen Bausubstanz. Adriana Gens und Mareike Meier belegten mit "Gefängnis Rennelberg: Wenn Barrieren fallen" den zweiten Platz – ein Konzept, das Offenheit und Zugänglichkeit betont. Sarah Suttner López und Robert Sievert erreichten mit "Nachbarschaft statt Gefängnis: Gemeinschaft über Mauern" den dritten Platz; ihr Entwurf priorisiert Wohn- und Sozialräume statt physischer Barrieren.
Die Arbeiten der Studierenden befassen sich mit Denkmalschutz, behutsamer Nachverdichtung und zeitgemäßer Stadtplanung. Ihre Ideen passen zum übergeordneten Ziel der Stadt, das gesamte Gelände – inklusive der angrenzenden Flächen – in ein neues Stadtviertel zu verwandeln. Mit konkreten Baumaßnahmen ist jedoch vorerst nicht zu rechnen, da der Fortschritt vom laufenden Verkauf des Gefängnisgeländes abhängt.
Bevor dauerhafte Veränderungen erfolgen, erhält das ehemalige Gefängnis vorläufig eine neue Funktion: Im Juni wird es Schauplatz des Theaterformen-Festivals sein und damit eine temporäre kulturelle Nutzung erfahren. Das Engagement der Stadt für die Neugestaltung reicht bis Dezember 2018 zurück, als der Verwaltungsausschuss einen Beschluss zur Erarbeitung eines Bebauungsplans für das Areal fasste.
Die Ausstellung im Rathaus läuft noch bis zum 20. Mai und gibt der Öffentlichkeit Gelegenheit, die visionären Entwürfe der Studierenden zu begutachten. Zwar bieten die Konzepte kreative Lösungen, doch ihre Umsetzung bleibt an den Verkauf des Geländes geknüpft. Das Festival in diesem Sommer wird einen kurzfristigen Einblick in die mögliche Zukunft des Gefängnisses als gemeinwohlorientierter Ort bieten.






