"Stuttgart 21" öffnet exklusiv seine Türen über Ostern für Tausende Besucher
Berndt Mitschke"Stuttgart 21" öffnet exklusiv seine Türen über Ostern für Tausende Besucher
Stuttgarts riesiges Bahnprojekt "Stuttgart 21" öffnet über das Osterwochenende seine Baustelle für die Öffentlichkeit. Besucher können Teile des neuen unterirdischen Bahnhofs erkunden und sich die laufenden Arbeiten am historischen Bonatz-Bau ansehen. Tickets müssen im Voraus gebucht werden – über drei Tage werden Tausende Besucher erwartet.
Die Veranstaltung findet von Karsamstag bis Ostermontag jeweils zwischen 10:00 und 17:00 Uhr statt. Bis zu 78.000 Menschen könnten die Baustelle besichtigen, falls alle Zeitfenster ausgebucht sind. Während Karsamstag und Ostermontag bereits ausverkauft sind, gibt es für Ostersonntag noch Tickets.
Die Besucher erhalten Einblick in zentrale Bereiche des neuen Tiefbahnhofs, darunter die sogenannten "Lichtaugen" – Oberlichter, die Tageslicht in die unterirdischen Ebenen bringen – sowie die Hauptallee von einer erhöhten Perspektive. Auch das historische Bonatz-Gebäude, das derzeit saniert wird, steht zur Besichtigung offen. Nach der Fertigstellung sollen dort Geschäfte, Restaurants und ein Hotel untergebracht werden. In diesem Jahr werden die Arbeiten an der Außenfassade abgeschlossen und Rolltreppen sowie Aufzüge installiert.
"Stuttgart 21" verwandelt das Stuttgarter Schienennetz mit neuen Bahnhöfen, Gleisen, Tunneln und Brücken. Das Projekt umfasst rund 60 Kilometer neue Tunnel und Strecken, doch Verzögerungen haben die vollständige Fertigstellung auf 2027 oder später verschoben. Der unterirdische Hauptbahnhöf, der als Durchgangsbahnhof konzipiert ist, bildet das Herzstück des Umbaus. Allerdings wurde die teilweise Inbetriebnahme verschoben – ein überarbeiteter Fahrplan soll nun bis Mitte 2026 vorliegen.
Tickets für die Führungen am Osterwochenende sind ausschließlich über die Projektgesellschaft Bahnprojekt Stuttgart–Ulm erhältlich. Jeder Besucher kann bis zu sechs Tickets reservieren. Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, den Fortschritt eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands zu erleben, bevor es vollständig in Betrieb geht.






