01 February 2026, 04:20

Südwestthüringen kämpft mit drastischem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn 2026

Ein Diagramm, das die Gesamtzahl der Arbeitslosen, Stellenangebote und Kündigungen zeigt, begleitet von Text, der zusätzliche Dateninformationen liefert.

Südwestthüringen kämpft mit drastischem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn 2026

Arbeitslosigkeit in Südwestthüringen zu Beginn 2026 stark angestiegen

In Südwestthüringen hat die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn 2026 deutlich zugenommen – aktuell sind über 13.400 Menschen ohne Beschäftigung. Wie aus den neuesten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, gab es seit Dezember 2025 einen deutlichen Anstieg, da die Zahl der Stellenabbau die Neuansiedlungen und offenen Stellen in der Region übersteigt.

Wolfgang Gold, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Suhl, warnt vor einem schwierigen Jahr und führt als Hauptgründe für die Verschärfung der Lage wirtschaftliche Belastungen sowie jüngste Werksschließungen an.

Zwischen Februar 2025 und Februar 2026 gingen in den Landkreisen Sonneberg, Hildburghausen und Meiningen rund 2.500 Arbeitsplätze verloren. Allein die Schließung des MAB-Werks in Sonneberg im Oktober 2025 führte zu 1.200 Entlassungen. Die Verlegung des Bosch-Standorts aus Hildburghausen im November kostete weitere 800 Arbeitsplätze, während Siemens im Dezember die Produktion in Meiningen einstellte – davon waren 500 Beschäftigte betroffen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Region ist im Vergleich zum Vormonat um über 400 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr haben mehr als 4.400 Menschen ihren festen Arbeitsplatz verloren. Auch saisonale Faktoren wie auslaufende befristete Verträge und winterbedingte Betriebsstilllegungen hätten laut Gold zum Anstieg der Arbeitslosigkeit beigetragen.

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Auch in den angrenzenden fränkischen Landkreisen gab es ähnliche Entlassungswellen, was den regionalen Arbeitsmarkt zusätzlich belastet. Die bevorstehende Schließung des Zalando-Standorts in Erfurt könnte die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Suhl weiter in die Höhe treiben.

Die Agentur für Arbeit Suhl hat Unterstützung für die von der Krise Betroffenen zugesagt. Da die Arbeitslosigkeit mittlerweile die Zahl der neu geschaffenen Stellen übersteigt, steht die Region vor einer längeren Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. Gold betont die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen, um entlassenen Arbeitnehmern neue Perspektiven zu eröffnen.