27 March 2026, 04:12

Südwestthüringen plant massive Ausweitung der Windkraftflächen auf 6.900 Hektar

Windkraftanlage in einer bewaldeten Gegend mit Hügeln und bewölktem Himmel im Hintergrund.

Südwestthüringen plant massive Ausweitung der Windkraftflächen auf 6.900 Hektar

Neuer Regionalplan für Windenergie in Südwestthüringen vorangetrieben

Nach einer öffentlichen Veranstaltung in Suhl hat der Regionalplan für Windenergie in Südwestthüringen einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht. Der Entwurf sieht vor, die ausgewiesenen Flächen für Windkraftanlagen von bisher 0,15 % auf 1,7 % der Region auszuweiten – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Kritiker versammelten sich vor dem Veranstaltungsort, um in einem stillen Protest ihre Bedenken zum Ausdruck zu bringen.

Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) kam am Mittwoch zusammen, um über die zweite Fassung des Regionalplans zu beraten. Im Mittelpunkt stand die Festlegung von 40 Windvorranggebieten in der Region. Sieben dieser Zonen liegen im Biosphärenreservat Rhön, die übrigen verteilen sich auf andere Teile Südwestthüringens.

Eine bemerkenswerte Änderung betrifft die Umbenennung des ehemaligen Windvorranggebiets 4 "Bornkopf", das künftig als Windvorranggebiet 14 "Salzunger Berg bei Weilar" geführt wird. Zudem wurde bestätigt, dass keines der 40 ausgewiesenen Gebiete außerhalb des Naturparks Thüringer Wald und des Biosphärenreservats Rhön liegt. Nähere Angaben zu möglichen Überschneidungen mit geschützten Bereichen oder Ausnahmen blieben jedoch aus.

Vor dem Veranstaltungsort demonstrierten etwa 150 Protestierende aus der Rhön schweigend. Unter ihnen waren auch Mitglieder der Bürgerinitiative Stadtlengsfeld gegen Windräder im Wald (BI), die sich gegen den Ausbau der Windkraft in der Region engagieren.

Die öffentliche Anhörung zum Plan beginnt am 18. Mai und läuft acht Wochen lang. In dieser Zeit können Anwohner und Beteiligte Stellungnahmen zu den Vorschlägen einreichen.

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Der beschlossene Entwurf bedeutet eine deutliche Ausweitung der Flächen für die Windenergienutzung. Mit den 40 festgelegten Zonen geht es nun in die nächste Phase, die eine öffentliche Konsultation vorsieht, bevor endgültige Entscheidungen fallen. Der stille Protest unterstreicht die anhaltende Debatte über den Ausbau der Windkraft in der Region.

Quelle