Tankrabatt in Deutschland: Wer profitierte wirklich von der Steuerersparnis?
Adriana HaufferTankrabatt in Deutschland: Wer profitierte wirklich von der Steuerersparnis?
Eine aktuelle Studie hat untersucht, wie sich der deutsche Tankrabatt auf die Spritpreise ausgewirkt hat. Die Maßnahme kostete den Staat 1,6 Milliarden Euro und sollte Autofahrer entlasten. Der Großteil der Ersparnis bei Premiumkraftstoffen wurde an die Verbraucher weitergegeben.
Sowohl die Monopolkommission als auch das ifo Institut analysierten die Auswirkungen der Steuerermäßigung. Ihre Ergebnisse zeigten leichte Unterschiede darin, wie stark der Rabatt bei den Verbrauchern ankam. Die Monopolkommission ermittelte eine höhere Weitergabe bei Diesel, aber eine geringere bei Benzin als das ifo Institut.
Bei Super E5 und Super E10 lagen die Ersparnisse bei 17 bzw. 16 Cent pro Liter – Werte, die fast exakt der tatsächlichen Steuerentlastung entsprachen. Ein Teil des Dieselrabatts blieb jedoch bei den Mineralölkonzernen hängen, sodass nicht die gesamte Ersparnis an die Autofahrer weitergegeben wurde.
Das ifo Institut verglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, um die Wirkung des Rabatts zu bewerten. Die Ergebnisse widersprachen damit den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV), der behauptet hatte, die volle Steuerermäßigung sei an die Verbraucher weitergegeben worden. Die Abweichungen könnten auf unterschiedliche Berechnungsmethoden zurückzuführen sein.
Der Tankrabatt läuft zu Beginn des Juli aus. In der Folge werden die Preise voraussichtlich wieder steigen. Autofahrer profitierten zwar von niedrigeren Kosten, insbesondere bei Premiumkraftstoffen, doch die Mineralölkonzerne behielten einen Teil der Ersparnis bei Diesel ein.
